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Ziegelbranche zufrieden mit Marktlage und Aussichten


  

(26.9.2021) Auf der diesjährigen Jahresversammlung zeigten sich die Mitglieder des Bundesverbands der deutschen Ziegelindustrie (BVZi) optimistisch und kämpferisch. Präsident Stefan Jungk sah die Branche sowohl am Markt als auch auf dem Weg zur Klimaneutralität gut aufgestellt. Es fehle allerdings ein klarer, ordnungspolitischer Rahmen für die Transformation. Jungk forderte die Verbandsmitglieder auf, die politische Kommunikation weiter voranzutreiben: „Wir müssen jetzt weitermachen - uns vor Ort einmischen, in den Ländern, hier in Berlin und nicht zuletzt in Brüssel. Je mehr Menschen über die Vorteile des Ziegels, gerade beim Thema Nachhaltigkeit, Bescheid wissen, desto besser.“ Mit der Bestätigung des Präsidiums im Amt wurden die Weichen auch organisatorisch gestellt.

Foto © LRZ / Frank Korte 

Laut BVZi konnten Ziegel trotz schwieriger Umstände ihre Anteile am Baustoffmarkt halten: Rund ein Drittel aller fertiggestellten Wohngebäude sei überwiegend aus Ziegeln gebaut. Der Umsatz stieg um 5,2% für Mauerziegel und 3,8% für Dachziegel. „Ziegel erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Dazu trägt sicherlich bei, dass es, anders als bei anderen Produkten, keine Lieferengpässe gab. Die Ziegelindustrie ist dank ihrer regionalen Aufstellung ein zuverlässiger Partner für Bauunternehmen“, sagt Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des BVZi.

Maßnahmen zur Transformation der Branche

Auf dem Weg in Richtung klimaneutrale Produktion sieht sich die Branche auf einem guten Weg und will in diesem Jahr deutlich vorangekommen sein: Mit der im März vorgelegten Roadmap 2050 habe man die relevanten Maßnahmen, Kosten und externen Rahmenbedingungen klar benannt, um eine treibhausgasneutrale Produktion perspektivisch zu erreichen - siehe Beitrag dazu vom 28.3.2021.

Ein positives Ergebnis zeigen auch die aktuellen Umweltproduktdeklarationen (EPDs). Demnach liegen die CO₂-Emissionen, die in der Produktion anfallen, im Vergleich zum Jahr 2015 um rund ein Fünftel niedriger - siehe Beitrag 22.8.2021.

Bei der energetischen Bilanzierung und Bewertung von Gebäuden nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) unterstützt der Bundesverband Architekten und Fachplaner seit Juni mit einem eigenen GEG-Leitfaden - siehe Beitrag vom 28.6.2021.

Große Sorgen bereiten der Branche zusätzliche Bürokratie, höhere Energie- und CO₂-Kosten und dazu die Ungewissheit, wie die Energiewende überhaupt umgesetzt werden soll. Nach wie vor sei unklar, mit welchen nachhaltigen Energiequellen die Ziegelhersteller zukünftig planen sollen und wie die grüne Energieinfrastruktur der Zukunft überhaupt aussieht.

Der neu gewählte Vorstand des Bundesverbandes der deutschen Ziegelindustrie. oben: Thomas Bader, Stefan Jungk, Jürgen Habenbacher, Johannes Edmüller. unten: Hermann Berentelg, Helmuth Jacobi, Joachim Thater und Dr. Sebastian Dresse. Nicht im Bild: Michael Lackner und Peter Hoffmann (Foto: BVZi / Christoph Große) 

Bestätigung des Präsidiums im Amt

Die Mitglieder bestätigten auf der Jahresversammlung den Verbandspräsidenten Stefan Jungk in seinem Amt, ebenso wie die Vizepräsidenten Johannes Edmüller und Helmuth Jacobi. Der Vorstand wurde um zwei neu gewählte Mitglieder ergänzt: Michael Lackner, Produktionsdirektor Ton bei der BMI Steildach GmbH, und Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer der Creaton GmbH.

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