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Panasonic und Tecnair stellen Liquid-Cooling-CDUs für Hochleistungsrechenzentren vor

(20.05.2026) Panasonic und das zur Gruppe gehörende Unternehmen Tecnair haben eine neue Generation von Coolant Distribution Units (CDUs) für die Flüssigkühlung von Rechenzentren vorgestellt. Präsentiert wurde die Produktlinie erstmals auf der Data Centre World London 2026. Hintergrund der Entwicklung ist der steigende Kühlbedarf moderner Rechenzentren infolge wachsender Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) und High Performance Computing (HPC). 

Mit der zunehmenden Rechenleistung pro Rack stoßen klassische Luftkühlsysteme laut Hersteller zunehmend an technische Grenzen. Tecnair nutzt daher Flüssigkühlungs­systeme, die sowohl für Direct-to-Chip- als auch für Immersions­kühlungsarchitekturen ausgelegt sind. Die CDUs sollen eine kontinuierliche Kühlung in 24/7-Hochleistungs­umgebungen gewährleisten und gleichzeitig Überwachung, Redundanz und Skalierbarkeit bereitstellen.

Eine neue Generation von Coolant Distribution Units für die Flüssigkühlung von Rechenzentren. (Bild: Panasonic) 

Hohe thermische Lasten in Rechenzentren

Nach Unternehmensangaben liegen die thermischen Lasten moderner Serverracks bereits heute häufig bei mehr als 50 kW pro Rack. Im Zuge des Ausbaus von KI- und HPC-Infrastrukturen werde erwartet, dass diese Werte künftig auf über 100 kW pro Rack steigen. Die neue CDU-Reihe ist darauf ausgelegt, diese hohen Wärmelasten zuverlässig abzuführen. 

Die Systeme sind in Leistungsvarianten mit 400 und 800 kW erhältlich. Durch ein modulares Netzwerk lassen sich sowohl kleinere Edge-Deployments als auch große Hyperscale-Rechenzentren abdecken. Alle wesentlichen Komponenten wie Pumpen, Stromversorgungen und Sensorik sind redundant ausgeführt. Auch das Umschaltsystem wurde redundant ausgelegt, um Wartungsarbeiten oder Komponentenausfälle ohne Unterbrechung des Kühlbetriebs durchführen zu können. 

Monitoring und Energieeffizienz

Zum integrierten Monitoring gehören Sensoren zur permanenten Überwachung von Temperatur, Druck, Durchflussrate, Wasserstand und Leckagen. Die Steuerung erfolgt über eine Modbus-BMS-Anbindung sowie ein Touchdisplay, das lokal oder remote genutzt werden kann. 

Für die Energieeffizienz setzt Panasonic auf Freikühlregister und Micro-Channel-Wärmetauscher (MCHE). Laut Unternehmen lassen sich damit pPUE-Werte von bis zu 1,02 erreichen. Ergänzend bietet Panasonic ein integriertes Kühlsystem mit Freikühlchiller an. Als Kältemittel kommt R1234ze mit einem laut IPCC AR6 angegebenen GWP von 1,37 zum Einsatz. Die Freikühlfunktion ermöglicht bei Außentemperaturen bis minus 10 °C die Erzeugung von Kaltwasser ohne zusätzlichen mechanischen Kälteprozess. 

Die neue CDU-Produktreihe soll ab Herbst 2026 europaweit verfügbar sein.

Weitere Informationen können per E-Mail an Panasonic Deutschland angefordert werden.

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