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ifo Institut: zu wenig Wohnungsneubau, Belebung beim Wirtschaftsbau

(2.4.2006) Nach aktuellen Berechnungen des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung wird die Baunachfrage im Verlauf der nächsten zehn Jahre um durchschnittlich rund ein Prozent p.a. zulegen. Während die Nachfrage nach Wohnungsneubauten dabei äußerst zurückhaltend verlaufen und vermutlich erst 2015 wieder das Niveau des Jahres 2000 erreichen wird, könnte sich der Wirtschaftsbau überdurchschnittlich entwickeln.

Wohnraum wird vermehrt modernisiert anstatt neugebaut

Für das abgelaufene Jahr rechnet das ifo Institut mit rund 260.000 neuen Einheiten beim Wohnungsneubau - ein Rückgang im Vergleich zum Jahr 2004 (280.000 Fertigstellungen), das durch Vorzieheffekte gekennzeichnet war. Im Prognosezeitraum (2005-2015) sollen die jährlichen Fertigstellungszahlen wieder 300.000 und mehr erreichen, bleiben damit aber immer noch hinter dem vielfach errechneten Bedarf von 350.000 Einheiten zurück. Allerdings können vermehrte Maßnahmen in den Wohnungsbeständen die Nutzungsdauer erhöhen. "Gerade im Wohnungsbestand erwarten wir für die Zukunft steigende Investitionen", erklärt Karin Behring, Wohungsbau-Expertin am Münchner ifo Institut. Aus der Sicht von Behring spielt vor allem der Paradigmenwechsel der Politik hin zur Erhaltung und Verbesserung der Wohnungsbestände die ausschlaggebende Rolle. Mittlerweile sind fast alle Förderinstrumente auf den Bestand gerichtet. Auch wird der von der EU geforderte Energiepass energiesparende Investitionen in Gang setzen. "75 Prozent des Wohnungsbestands sind älter als 25 Jahre und energetisch nicht auf dem neuesten Stand", so Behring.

Wirtschaftsbau entwickelt sich überdurchschnittlich

Der Wirtschaftsbau wird vermutlich der einzige Bereich sein, der in dieser Periode den Durchschnittswert sichtlich übertreffen wird. Erich Gluch, ifo Bau-Experte sieht die Trendwende bereits in diesem Jahr. "Einen wichtigen Hinweis auf die sich bessernde Situation im Baubereich gibt der ifo Geschäftsklimaindex", erklärt Gluch und geht ins Detail. "Das Geschäftsklima der beteiligten Baufirmen war im Februar 2006 so gut wie letztmals vor elf Jahren. Eine deutliche Aufhellung erfolgte dabei sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau."

Das öffentliche Bauvolumen wird bis 2015 etwa 35 Mrd. Euro erreichen und damit nur unwesentlich über dem Wert von 2005 liegen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass ein ansteigender Teil der öffentlichen Bauinvestitionen in PPP-Projekten (Public Private Partnership) realisiert und damit teilweise nicht mehr zum öffentlichen Sektor zugeordnet wird.

Terminankündigung: 61. Euroconstruct-Konferenz

Am 9. Juni 2006 findet in Amsterdam (in englischer Sprache) die diesjährige Euroconstruct-Sommer-Konferenz statt. Im Mittelpunkt dieser traditionsreichen Veranstaltung stehen wiederum Prognosen der konjunkturellen Entwicklung der europäischen Bauwirtschaft bis 2008. Experten aus 15 West- und vier mittelosteuropäischen Ländern werden hierzu ihre nach Sparten und Bereichen untergliederten Vorausschätzungen einbringen. Auf der Grundlage dieser Länderberichte werden Aussagen zur Baukonjunktur in Europa zusammengestellt sowie mit den Vertretern der Euroconstruct-Partnerinstitute und dem (erfahrungsgemäß hochrangig besetzten) Auditorium diskutiert. Das Schwerpunktthema beschäftigt sich mit Innovationen im Bauprozess und versucht, auf dieser Grundlage Anregungen zur Steigerung der Effizienz zu geben. Im Rahmen der Konferenz bestehen vielfältige Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen und zum Knüpfen neuer Kontakte mit Vertretern der europäischen Bau- und Immobilienwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweige.

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