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"Aktion pro Eigenheim": Bundesregierung zerstört Lebenstraum von Millionen Menschen

(25.11.2002) „Diese Bundesregierung trägt die Verantwortung dafür, dass in Zukunft nur noch die Besserverdienenden und Reichen sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen können.“ Unter diesem Vorzeichen präsentierte Max Schierer, Sprecher der „Aktion pro Eigenheim“, uum Auftakt einer Reihe von Aktionen und Demonstrationen gegen die Kürzung der Eigenheimzulage auf einer Pressekonferenz das Ergebnis einer bundesweiten Befragung unter 1.065 bauwilligen Familien durch das EN-OP-Institut:

  • Demnach sollen 35% ihr für 2003 geplantes privates Bauprojekt nicht mehr realisieren können, wenn die Eigenheimzulage gekürzt wird.
  • Weitere 51% sehen sich dann gezwungen, ihr Vorhaben zu überdenken.
Pressekonferenz der Aktion pro Eigenheim
Pressekonferenz der Aktion pro Eigenheim. von links: Lothar Müller, Geschäftsführer Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V., Rolf Werle, Vizepräsident Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V., Max Schierer, Sprecher der ?Aktion pro Eigenheim“, Erich Herf, Vorsitzender Verband Privater Bauherren e.V.

Betroffen sind laut EN-OP-Studie vor allem die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, erklärte Max Schierer. Die Kürzung der Eigenheimzulage sei deshalb in höchstem Maße unsozial.

Über acht Jahre verteilt will die Bundesregierung eine Familie mit einem Kind künftig nur noch mit insgesamt 14.400 Euro unterstützen. Aktuell erhält dieselbe Familie 26.584 Euro beim Neubau und immerhin noch 16.360 Euro beim Altbauerwerb. Bei Familien mit zwei Kindern ergibt sich eine ähnlich markante Differenz. Der Aktionssprecher wörtlich: „Das Bundeskabinett wird für Millionen Menschen in diesem Land immer mehr zur Kammer des Schreckens. ... Alle Aussagen stammen von Bundesbürgern, die noch vor wenigen Monaten angegeben hatten, im Jahr 2003 bauen zu wollen“, betonte Max Schierer bei der Vorlage der Ergebnisse. „Deshalb sind diese Zahlen absolut realistisch und aussagefähiger als alle bisher veröffentlichten Prognosen. Im nächsten Jahr werden damit weitere 200.000 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft verloren gehen.“

Mit einem gellenden Hupkonzert verschaffte sich die „Aktion pro Eigenheim“ am 20. November in Berlin Gehör. In einem fünf Kilometer langen zweispurigen Konvoi rollten über 200 Baustellenfahrzeuge - beladen mit schwarz eingehüllten Paletten - quer durch die Bundeshauptstadt, um bei einer Großkundgebung vor dem Brandenburger Tor Zehntausende von Mauersteinen als Symbole des Protestes abzuladen.

Fürs Hintergrundwissen: Die "Aktion pro Eigenheim" ist das erste Bündnis von privaten Bauherren und der Bauwirtschaft in Deutschland und geht auf eine Initiative des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), München, zurück, dessen Präsident Max Schierer ist.

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