Kunst am Bau: Bodenmosaik aus Granit und Marmor für RKI-Neubau in Berlin
(27.10.2026) Im Kunst-am-Bau-Wettbewerb des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) setzte sich die Wiener Künstlerin Sofie Thorsen mit ihrem Entwurf „Notizen” durch. Ihr Konzept sieht ein Bodenmosaik aus Granit und Marmor vor, das wissenschaftliche Aufzeichnungen in eine dauerhafte Gestaltung überführt.
Forschungsnotizen als Gestaltungselement
Die Arbeit „Notizen” greift analoge Aufzeichnungen aus dem wissenschaftlichen Alltag auf. Handschriftliche Notizen, Zahlen, Skizzen und Zeichnungen sollen in ein großflächiges Bodenmosaik übertragen werden. Die konkreten Motive möchte Sofie Thorsen gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RKI entwickeln. Als Standort ist der kolonnadenartig gestaltete Eingangsbereich vorgesehen, der sich zum begrünten Innenhof orientiert. Die Bodenarbeit soll aus Granit und Marmor gefertigt werden. Damit werden ursprünglich flüchtige Forschungsnotizen zu einem dauerhaften Bestandteil der Architektur. Der überdachte Eingangsbereich soll durch die künstlerische Intervention zugleich als Ort der Begegnung und Kommunikation für Beschäftigte und Gäste des Instituts aufgewertet werden.
Laborneubau ergänzt RKI-Standort in Berlin-Wedding
Das neue Laborgebäude entsteht an der Seestraße 10 in Berlin-Wedding. Es ist Teil der Neustrukturierung der RKI-Liegenschaften und soll zusätzliche Labor- und Büroflächen schaffen. Zugleich bildet der Neubau einen städtebaulichen Abschluss des bestehenden Standorts. Den vorausgegangenen architektonischen Planungswettbewerb gewann 2023 das Wiener Büro SWAP Architekten. Das Bauvorhaben befindet sich derzeit in der Planungsphase. Bauherr ist das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Eigentümerin des geplanten Neubaus ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Jury empfiehlt Entwurf einstimmig zur Realisierung
Der Kunst-am-Bau-Wettbewerb wurde als Einladungswettbewerb mit 15 ausgewählten Künstlern durchgeführt. Am 15. September 2026 entschied das Preisgericht unter dem Vorsitz von Dr. Söke Dinkla, Direktorin des Lehmbruck Museums in Duisburg, über die eingereichten Arbeiten. Der erste Preis ging an Sofie Thorsen. Die Jury empfahl ihren Entwurf einstimmig zur Realisierung. Den zweiten Preis erhielt Benjamin Hirte aus Berlin für ein Ensemble aus vier abstrakten Skulpturen. Der dritte Preis ging an Astrid Köppe für ihren Entwurf „Aggregation”. Die Berliner Künstlergruppe inges idee erhielt für „Invaders” eine Anerkennung.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
- Kunst-am-Bau-Wettbewerbe
- Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
- Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
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siehe zudem:
- Straßenbelag auf Baulinks
- Literatur / Bücher über Außenbeläge bei BauBuch


