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Baugeldzinsen stabilisieren sich weiter

(28.6.2004) Nach den kräftigen Zinsanstiegen im Mai und Juni ist es in den letzten beiden Wochen zu einer echten Stabilisierung bei den Kapitalmarktzinsen in den USA und in Euroland gekommen. Eine Entspannung bei den Erdölpreisen, gedämpftere Inflationsbefürchtungen und eher ernüchternde Konjunkturindikatoren haben dazu beigetragen. Die Angst vor raschen und kräftigen Leitzinsanhebungen in den USA ist der Erwartung einer moderateren Vorgehensweise von Alan Greenspan gewichen. Robert Haselsteiner, Gründer und Vorstand der Interhyp AG, erwarter für die Sitzung der US-Notenbank am 30. Juni eine Leitzinsanhebung um 0,25% als ersten Schritt. Da diese Bewegung in den Anleihekursen schon mehr als vorweggenommen ist, wird die Auswirkung auf die Kapitalmarktzinsen nur gering sein. Das Wachstumstempo in den USA bleibt mit geschätzten 4% für 2004 hoch. Da jedoch 70% der US-Wirtschaftsleistung aus dem privaten Konsum kommen, bleibt auch die Entwicklung der Zinsen, der Immobilienpreise und der Arbeitsmarktsituation unter genauer Beobachtung. Die Notenbank wird daher kein Risiko eingehen und moderat vorgehen. Auf die nächsten 12 Monate gesehen erwartet Robert Haselsteiner in den USA ein viel langsameres Ansteigen der Leitzinsen, als derzeit von vielen Investoren befürchtet.

Euroland kämpft weiterhin mit schwachen Konjunkturindikatoren. Das Vertrauen der Unternehmen hat in Deutschland im Mai den tiefsten Stand seit neun Monaten erreicht. Ähnlich schwache Indikationen finden wir auch in Italien und Belgien. Die Investitionsbereitschaft bleibt damit trotz starker Exporterfolge gering und die Impulse auf den Arbeitsmarkt schwach. Damit wird aber auch die Hoffnung auf ein Anspringen der Binnennachfrage gedämpft. Vor diesem Hintergrund wird die EZB auch weiterhin unter Erklärungsbedarf stehen, warum sie Inflationsbekämpfung vor Wachstumsförderung stellt. Für die nächsten Monate sieht man seitens Interhyp bei den Leitzinsen der EZB aber keine Änderung; für die längerfristigen Zinsen erwarten wir eine eher positive Tendenz. Nachdem die Unterstützungslinie bei 112 Punkten gemessen am Bund-Future gehalten hat, bleibt der Ausblick günstig.

Für Zinsoptimierer, die Sicherheit mit Chance verbinden wollen, bleiben in diesem Umfeld Kombi-Darlehen sehr interessant. Sie bieten derzeit für Immobilienkäufer eine gute Möglichkeit, eine mittlere oder lange Zinsbindung mit den Vorteilen flexibler Sondertilgungen ohne Aufpreis zu vereinen. Dabei werden bis zu 50% der Darlehenssumme an den EURIBOR-Satz gebunden, was zu einer deutlichen Reduzierung der laufenden Belastung führt. Über ein Kombi-15 erhält man einerseits 15-jährige Zinssicherheit für einen Teil des Darlehens, kann aber nach 10 Jahren über das gesetzliche Kündigungsrecht je nach Marktlage nochmals flexibel reagieren.

Im historischen Vergleich ist die Rechnung zwischen Mietbelastung und Finanzierungsbelastung weiterhin sehr günstig. Die schwache Nachfrage am Immobilienmarkt gibt Käufern eine sehr gute Verhandlungsposition - kombiniert mit den niedrigen Zinsen und innovativen Produkten sollte man diese Chancen nutzen. Zum Vergleich: In den USA und in England haben sich die Preise für Wohnimmobilien in den letzten zehn Jahren verdreifacht, in Deutschland sind sie praktisch unverändert geblieben.

Die Bestsätze für Annuitätendarlehen liegen derzeit

  • für 5 Jahre  bei 3,88%,
  • für 10 Jahre bei 4,62%,
  • für 15 Jahre bei 4,93%,
  • für 20 Jahre bei 5,21% und
  • für 29 Jahre bei 5,51% effektiv.

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