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Bautrends 2013 laut BauInfoConsult: massive Mehrfamilienhäuser, umweltfreundliche Sanierung

Bautrends 2013 laut BauInfoConsult(26.8.2012) Die Eurokrise hat dem deutschen Bau bisher wenig anhaben können: Selbst Pessimisten rechnen für 2012 und 2013 mit einem Anstieg der Bauinvestitionen zwischen 2 und 3 Prozent. Die zentralen Bautrends werden in der Bau­InfoConsult Jahresanalyse 2012/2013 aufgezeigt, einer aktu­ellen Branchenstudie zum Bausektor. Demnach schlägt die Stunde der Mehrfamilienhäuser im Neubau. Bei den Bauweisen dominiert der Massivbau weiterhin, doch nicht mehr so uneingeschränkt wie früher. Und in der Sanierung und Modernisierung bleibt die Entwicklung trotz schlechter Rahmenbedingungen nach wie vor positiv, nicht zuletzt aufgrund der wachsenden Bedeutung der Umweltaspekte.

BauInfoConsult erwartet u.a. aufgrund der Einschätzungen der 540 befragten Archi­tekten, Bauunternehmer und SHK-Installateure zur Neubauentwicklung, dass 2012 der Genehmigungsanstieg im Mehrfamilienhausbau weiter stark anhält und sich auch 2013 fortsetzt, wenn auch etwas vermindert. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern soll nach einer flauen Phase 2013 ebenfalls mit steigenden Genehmigungszahlen zu rechnen sein.

Die regionalen Wohnungsbautrends sind vor allem im Süden und Westen besonders positiv ausgeprägt. Im Nichtwohnungsneubau ist die Prognose ebenfalls günstig, auch wenn 2013 mit Stagnationserscheinungen zu rechnen sei.

Die Krise macht noch am Bauzaun Halt ...

Alles in allem sind die hohen Erwartungen der von BauInfoConsult befragten Architek­ten, Verarbeiter und Händler für 2012 bislang alles andere als enttäuscht worden. Bei den Neubaugenehmigungszahlen im ersten Halbjahr hat sich das Wachstumstempo gegenüber 2011 zwar - wie erwartet - deutlich verlangsamt. Auch beim baugewerbli­chen Umsatz im Bauhauptgewerbe ist das Ergebnis etwas besser als im ersten Halb­jahr 2011.

Obwohl es an negativen Anzeichen nicht fehlt, bleibt der deutsche Baumarkt also stabil: Die Gefahren eines schrumpfenden Sanierungsmarktes haben sich bislang trotz der deutlichen Nachfragerückgänge bei den abgerufenen KfW-Fördergeldern und der Hinhalte-Taktik von Bundestag und Bundesrat bei diversen Gesetzesentwürfen nicht bestätigt. Die Diskussionen um die Kosten der Energiewende und die Kostendeckel für die Erneuerbaren scheinen die Nachfrage für Solaranlagen erst recht zu befeuern.

... doch Eurokrise und hohe Baupreise verlangsamen das Wachstum

Auch die Eurokrise dominiert bislang zwar die Schlagzeilen, aber noch nicht die Bau­stellen. Doch nach und nach sickern die bremsenden Effekte der Krise in die gut geöl­ten Räder der Konjunkturlokomotive Bau: So ist das Verbraucher- und Unternehmer­vertrauen in die Konjunktur zwar nach wie vor vorhanden, aber labil: In Bezug auf die Konjunktur in naher Zukunft sind Verbraucher und Unternehmen zunehmend pessimis­tisch - dadurch wird die Investitionsbereitschaft gedämpft.

Nicht zuletzt wird man den Einfluss der permanent steigenden Baupreise nicht unter­schätzen dürfen: Gerade in Bundesländern, in denen die durchschnittlich pro Projekt veranschlagten Quadratmeter veranschlagten Baupreise eher niedrig ausfielen, war 2011 die Genehmigungstätigkeit besonders rege - was sicher kein Zufall sein dürfte.

Sanierung und Modernisierung: positive Grundtendenz im Wohnungsbau, vor allem in der Region West

Bei Sanierungsarbeiten im Wohnungsbau zeichnet sich nach Auskunft der Unterneh­men für 2012 eine positive Grundtendenz bei den befragten Akteuren ab, wobei die Entwicklung bei den Mehrfamilienhäuser etwas schleppender verläuft - diese Gebäude­art dürfte 2013 aber etwas nachlegen. Am größten ist die Sanierungszuversicht in Berlin und den westlichen, von Ballungsräumen geprägten Bundesländern.

Im Nichtwohnungsbau ist die Sanierungstendenz aus Sicht der Branchenakteure im Jahr 2012 noch eher verhalten, doch dürften 2013 vor allem der Landwirtschaftsbau sowie Handels- und Fabrikgebäude wieder leicht zulegen, wobei der Norden bei den letzten beiden Gebäudearten deutlich schwächelt.

Abklingen der WDVS-Dominanz?

Die wichtigsten Nachfragetrends bei der Wärmedämmung aus Sicht der Bauunterneh­mer sind umweltfreundliche Dämmstoffe und geringere Dämmstoffdicken – was beides ein mögliches Abklingen der Dominanz der Wärmedämmverbundsysteme ankündigt, die landläufig wegen der häufigen Verwendung von EPS im System ökologisch in Verruf geraten sind und von Gegnern gerne als dicke „Schießschartendämmsysteme“ ge­schmäht werden.

Bauweisentrends: Massivbauweise dominiert den Wohnungsbau, doch der Leichtbau ist im Kommen

Was die Bauweise betrifft, dominiert der Massivbau nach wie vor den Wohnungsbau. Vor allem im Norden gewinnt die Leichtbauweise jedoch an Boden, nicht zuletzt für Holzkonstruktionen zeichnet sich ein Trend ab. Wohngebäude in Fertigteilbauweise sind vor allem im Süden und Norden im Aufwind - vergleiche mit Baulinks-Beitrag "Holzrahmenbau soll sich in den kommenden Jahren weiter etablieren" vom 20.8.2012.

Im Nichtwohnungsbau sitzt die Leichtbauweise vor allem bei Handels- und Lager­gebäuden sowie im Landwirtschaftsbau sicher im Sattel. Vor allem in Nord und Süd sind die Chancen für Nichtwohngebäude wie z.B. Büros oder Handelsgebäuden in Fertigteilbauweise am größten.

BauInfoConsult Jahresanalyse 2012/2013

Diese und weitere Ergebnisse der Marktforschung von BauInfoConsult werden auf 292 Seiten (mit 477 Grafiken und Tabellen) in der Jahresanalyse 2012/2013 dargestellt. Für die Jahresanalyse wurden rund 1.000 Interviews mit Architekten, Bauunterneh­mern, SHK-installateuren, Baustoff-Fachhändlern, SHK-Großhändlern und Herstellern geführt.

Die Jahresanalyse kann bei BauInfoConsult zum Preis von 595 Euro zzgl. MwSt. bezogen werden. Für Fragen steht Alexander Faust unter 0211 301 559-14 oder per E-Mail an faust@bauinfoconsult.de zur Verfügung.

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