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Bauproduktion und Nachfrage nehmen im Juni 2012 wieder an Fahrt auf

(26.8.2012) Bauproduktion und Baunachfrage haben - nach leichter Abschwächung im Mai - im Juni wieder Fahrt aufgenommen: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauin­dustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, ist der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe im Juni 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 6,4% gestiegen. Damit wurden die Rückgänge in den Vormonaten vollständig ausgeglichen; das Umsatzvolumen lag im ersten Halbjahr um 0,5% über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.

Darauf, dass sich die positive Entwicklung auch in den kommenden Monaten fortset­zen wird, deutet die gestiegene Nachfrage hin: Im Juni lagen die Auftragseingänge um nominal 6,8% (real: 4,0%) über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für den gesam­ten Zeitraum von Januar bis Juni ergibt sich ein Auftragsplus von nominal 8,3% (real: 5,4%). Die verhältnismäßig schwache Entwicklung der Umsätze in den Vormonaten ist somit kein Zeichen einer baukonjunkturellen Abkühlung, sondern ausschließlich auf statistische Effekte zurückzuführen. Der Hauptverband hält deshalb an seiner Umsatz­prognose für das Gesamtjahr von nominal +4% fest.

Wohnungsbau mit höchsten Wachstumsraten

Triebfeder der Entwicklung im Juni und im ersten Halbjahr war weiterhin der Woh­nungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+31,4%) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+12,6%) die höchsten Wachstumsraten aufwies (Jan.-Juni: +12,1% bzw. +6,5%). Das Interesse der Investoren an einer soliden Kapitalanlage scheint ungebro­chen:

  • Die Baugenehmigungen für neue Wohnungen in Mehrfamilienhäusern legten im Juni mit +32,5% noch einmal kräftig zu (Jan.-Juni: +14%).
  • Die Genehmigungen für den Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen im Juni um 15,1% (Jan.-Juni: -5,0%).

Wirtschaftsbau weiterhin im Aufwärtstrend

Das zweite Standbein für eine gute Baukonjunktur im laufenden Jahr ist weiterhin der Wirtschaftsbau:

  • Der Auftragseingang ist im Juni um 3,7% gestiegen;
  • der Umsatz legte sogar um 5,5% zu (Jan.-Juni: +4,5% bzw. +1,9%).

Positiv für die weitere Entwicklung ist, dass die Baugenehmigungen für Wirtschafts­bauten (veranschlagte Baukosten) im ersten Halbjahr dieses Jahres um 14% gestiegen sind. Am stärksten legten die Genehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude (+17,9%) zu; aber auch die Handels- und Lagergebäude sind weiter gefragt (+15,8%).

Öffentlicher Bau kann  Einbrüche nicht kompensieren

Weniger erfreulich ist dagegen die Entwicklung im Öffentlichen Bau: Zwar ist der Um­satz im Juni leicht gestiegen (+0,6%), dies kann den Einbruch der Vormonate aber nicht kompensieren (Jan.-Juni: -8,4%). Es ist zu hoffen, dass die gestiegenen Auf­tragseingänge des ersten Halbjahres (+11%) in den kommenden Monaten produktions­wirksam werden. Im Juni schwächte sich die Nachfrage allerdings schon wieder ab: Die Aufträge gingen um 0,1% zurück.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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