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Sanitär-, Heizungs- und Klimawirtschaft mit mehr Umsatzplus und Beschäftigten

(1.10.2017) Eine aktuelle Studie des ifo-Instituts zeigt, dass der konsolidierte Jahresumsatz in der Haus- und Gebäudetechnik im Bereich Sanitär, Heizung, Lüftung und Klima (SHK) 2016 erneut im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Er erreichte 55,4 Mrd. Euro ohne Mwst. (2015: 53,9 Mrd. Euro). Profitiert hat die Branche von der guten deutschen Baukonjunktur - insbesondere von den um 4% gestiegenen Investitionen im Wohnungsbau - sowie von der wachsenden Auslandsnachfrage. 


Der Inlandsumsatz in der Haus- und Gebäudetechnik belief sich 2016 auf 45,4 Mrd. Euro (2015: 44,3 Mrd. Euro) und hatte damit einen Anteil von 18% am gesamten Hochbauvolumen (Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und Öffentlicher Hochbau). In Relation zum Ausbauvolumen (Hochbauvolumen ohne Rohbauvolumen plus Ausgaben für die übrigen Bereiche des Hochbaus) erreichte die Haus- und Gebäudetechnik einen Anteil von 36%. Damit hat die Branche den stabilen Aufschwung der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Die Unternehmenszahlen in der Branche sind in den letzten Jahren annähernd gleich geblieben. Rund 51.400 Unternehmen in der Haus- und Gebäudetechnik wurden 2016 gezählt (2015: 51.619). Die Anzahl der Beschäftigten liegt dagegen in einem anhaltenden Aufwärtstrend: 2016 beschäftigte die Sanitär-, Heizungs- und Klimawirtschaft rund 501.000 Personen (2015: 498.000 Personen).


Starke Nachfrageimpulse gehen weiterhin vom Sanierungssektor aus. Auch dürfte die Sanitärwirtschaft 2017 von der wirtschaftlichen Situation und den Konsumausgaben der privaten Haushalte weiter profitieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die steigende Nachfrage nach altersgerechten Bädern, ausgelöst durch den demographischen Wandel.

Die Heizungswirtschaft dürfte insbesondere von dem hohen Durchschnittsalter der bestehenden Anlagen profitieren: Denn seit dem Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung 2016 müssen Hauseigentümer installierte Heizungsanlagen, die ein Alter von 30 Jahre erreicht haben, durch energieeffizientere Anlagen ersetzen. Positive Effekte sind zudem von den staatlichen Fördermaßnahmen zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien zu erwarten. Das betrifft auch die Förderung von Lüftungsanlagen, die in Kombination mit Sanierungsmaßnahmen Bauschäden verhindern sollen.


Die Aussichten für die Branche im laufenden Jahr 2017 sind prinzipiell gut: Die realen Hochbauinvestitionen werden um 2,7% steigen. Gleichzeitig soll die deutsche Wirtschaft im Jahr 2017 um 1,9% wachsen.

Die Studie wurde von der Messe Frankfurt, der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) sowie der VdZ - Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik in Auftrag gegeben und kann über die VDS kostenpflichtig bestellt werden.

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