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Viscan digitalisiert Baustellenprozesse im Infrastrukturbau

(02.06.2026) Digitale Technologien und Anwendungen gewinnen im Infrastrukturmanagement an Bedeutung. Unternehmen wie Viscan begleiten öffentliche Auftraggeber, Bauunternehmen und Ingenieurbüros bei der Einführung und praktischen Umsetzung digitaler Arbeitsweisen.

Keyvisual: Viscan GmbH 

Öffentliche Auftraggeber, Bauunternehmen und Ingenieurbüros arbeiten nach bekannten Mustern. Doch unterschiedliche Datenstände führen häufig zu Missverständnissen, Informationssilos verhindern den Gesamtüberblick. Fehler fallen oft erst bei der Umsetzung auf der Baustelle auf, wenn Korrekturen teuer werden. Gleichzeitig verlieren Facharbeiter Zeit durch manuelle, fehleranfällige Dokumentation, während Bauleiter häufig erst reagieren, wenn Probleme bereits entstanden sind. Zugleich wächst der Druck durch komplexere Projekte und steigende Anforderungen an Transparenz und Rechtssicherheit. „Wer in Infrastrukturprojekten weiterhin auf analoge Prozesse setzt, wird die wachsende Kluft zu digital aufgestellten Wettbewerbern nicht mehr schließen können – und zahlt am Ende mit Verzögerungen, Nacharbeiten und ungeklärten Haftungsfragen”, sagt Nicolai Nolle, Gründer und Geschäftsführer von Viscan.

Digitalisierung der Baustellenprozesse

Die Viscan GmbH will öffentliche Auftraggeber, Bauunternehmen und Ingenieurbüros dabei unterstützen, analoge Abläufe durch durchgängige digitale Lösungen zu ersetzen. Zum Einsatz kommen unter anderem autonome Drohnensysteme, mobile Anwendungen zur Datenerfassung sowie digitale Modelle, die den Baufortschritt kontinuierlich abbilden. So sollen transparente, belastbare Datenstrukturen entstehen, die eine effiziente Projektsteuerung ermöglichen und gleichzeitig die Grundlage für Qualitätssicherung, Dokumentation und spätere Instandhaltung schaffen.

Daten können Bauleitung verändern

Lange war der Bauleiter vor allem damit beschäftigt, auf Probleme zu reagieren. Erkenntnisse stammten aus Berichten, die oft schon veraltet waren, oder aus punktuellen Baustellenbegehungen. Der digitale Wandel verändert diese Rolle grundlegend. Autonome Drohnensysteme wie das DJI Dock 3 erfassen Baustellen regelmäßig und teilautomatisiert im BVLOS-Verfahren und liefern aktuelle Bild- und Geodaten, aus denen präzise 3D-Modelle des Baufortschritts entstehen.

Diese Daten stehen Bau- und Projektleitern direkt digital zur Verfügung und lassen sich mit bestehenden BIM-Modellen abgleichen. So werden Soll-Ist-Abweichungen früh sichtbar, Massenbewegungen können exakt berechnet und potenzielle Probleme rechtzeitig erkannt werden. Der Bauleiter wird damit vom reaktiven Beobachter zum aktiven Steuerer, der Entscheidungen auf Basis tagesaktueller Daten trifft.

Baustelle liefert selbst Daten

Für Poliere und Facharbeiter zeigt sich der digitale Wandel vor allem im Arbeitsalltag. Smartphone und Tablet werden zu zentralen Werkzeugen, weil sich die Dokumentation direkt in den Bauprozess integriert. Bauteile können unmittelbar nach ihrer Erstellung erfasst werden, statt Leistungen später manuell und mit Zeitverzug zu dokumentieren.

Mit Anwendungen wie der scin.app erfolgt diese Erfassung direkt vor Ort und auf Basis von GNSS-Technologie. Fotos werden automatisch mit präzisen Koordinaten sowie zusätzlichen Informationen wie Material, Einbautiefe und Zeitpunkt verknüpft. So entsteht eine nahezu lückenlose, georeferenzierte Dokumentation, bei der jeder Eintrag eindeutig einem Ort zugeordnet und jederzeit abrufbar ist.

Gerade bei unterirdischen Bauteilen wie Leitungen oder Kabeln ist das entscheidend. Ihre Lage und Eigenschaften bleiben dauerhaft nachvollziehbar und stehen auch für spätere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen zuverlässig zur Verfügung.

Digitaler Zwilling verändert Zusammenarbeit

Unterschiedliche Informationsstände, unklare Zuständigkeiten und veraltete Dokumentationen erschweren die Abstimmung zwischen den Beteiligten. Der digitale Zwilling bildet die Baustelle als aktuelles, fortlaufend aktualisiertes digitales Modell ab, in dem Daten aus Drohnenbefliegungen, mobiler Dokumentation und BIM-Planung zusammengeführt werden.

Somit greifen Planungsbüros, Bauunternehmen, Subunternehmer und Auftraggeber auf denselben Datenstand zu. Das macht Abstimmungen präziser und nachvollziehbarer. Entscheidungen können schneller getroffen werden. „Wenn alle Beteiligten auf denselben Datenstand zugreifen, verändert sich nicht nur die Kommunikation – es verändert sich das gesamte Miteinander auf einem Projekt. Vertrauen entsteht durch Transparenz, nicht durch Versprechen”, so Nicolai Nolle.

Fehler früh erkennen und vermeiden

In vielen Projekten zeigt sich Qualität noch immer erst am Ende eines Bauabschnitts – oft dann, wenn Korrekturen bereits teuer und aufwendig sind. Durch die kontinuierliche Datenerfassung verändert sich dieser Ansatz grundlegend. Automatisierte Drohnenbefliegungen liefern regelmäßig aktuelle Daten zum Bauzustand, etwa zu Geländemodellen oder Materialbewegungen.

Abweichungen vom geplanten Zustand werden so früh sichtbar und können bereits während der Bauphase korrigiert werden. Das reduziert nicht nur den Aufwand für Nacharbeiten, sondern minimiert auch Konflikte zwischen den Projektbeteiligten. Qualitätssicherung wird damit vom nachgelagerten Schritt zu einem kontinuierlichen Prozess.

Ein zentraler Baustein ist dabei die sogenannte As-Built-Dokumentation – die exakte Abbildung des tatsächlich gebauten Zustands. Insbesondere bei unterirdischen Bauteilen wie Leitungen oder Kabeln ist diese Form der Dokumentation entscheidend. Ihre Lage und Eigenschaften bleiben präzise erfasst und jederzeit verfügbar, was spätere Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen erleichtert.

Weitere Informationen können per E-Mail an Viscan angefordert werden.

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