Erzeugerpreise für Dienstleistungen im 1. Quartal 2026 gestiegen
(19.06.2026) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stiegen die Erzeugerpreise für Dienstleistungen in Deutschland im 1. Quartal 2026 in nahezu allen Wirtschaftsabschnitten. Hauptursächlich seien Anpassungen an gestiegene Kosten für Energie, Personal oder Material.
Preisentwicklung 1. Quartal 2026 gegenüber 1. Quartal 2025
Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei
Die gestiegenen Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen haben im 1. Quartal 2026 noch nicht sichtbar auf die Preise im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei durchgeschlagen, da die ersten beiden Monate des Quartals noch nicht von diesen Konflikten betroffen waren. Die Preise stiegen insgesamt hier nur leicht mit +0,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Gründe seien vorwiegend Energie- und Personalkosten.
- Bereich Lagerung und lagereiverwandte Dienstleistungen +3,2 %
- Straßengüterkraftverkehr +2,8 %
- Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt -9,1 %
- Seespeditionen -12,1 %
- Sonstige Post-, Kurier- und Expressdienste +1,6 %
Speditionsleistungen verzeichneten somit insgesamt einen Preisrückgang von 0,7 %.
Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation
Im Wirtschaftsabschnitt Information und Kommunikation stiegen die Preise insgesamt um 1,8 %.
- Leitungsgebundene Telekommunikation +1,6 %
- Drahtlose Telekommunikation +1,0 %
- Software und Softwarelizenzen +1,3 %
- IT-Beratung und Support +0,9 %
- Softwareentwicklung und -programmierung +0,9 %
Wirtschaftsabschnitt Grundstücks- und Wohnungswesen: +2,5 % zum Vorjahr
Einen verhältnismäßig starken Anstieg verzeichnete der Wirtschaftsabschnitt Grundstücks- und Wohnungswesen mit insgesamt +2,5 %. Die Unternehmen gaben z.B. die allgemein gestiegenen Kosten insbesondere durch höheren Verwaltungsaufwand oder auch vertraglich vereinbarte Erhöhungen u.a. durch Kopplung der Vergütung an die Entwicklung einzelner Preisindizes als Gründe an.
- Mieten für Wohn- und Gewerbeimmobilien +1,8 %
- Vermittlung und Verwaltung von Immobilien +4,3 %
Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen
Im Wirtschaftsabschnitt freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen stiegen die Preise um 2,6 %.
- Dienstleistungen des Rechnungswesens +6,2 %
- Rechtsberatungsleistungen +4,2 %, u.a. durch die 2025 in Kraft getretene neue Vergütungsordnungen mit höheren Gebühren für Rechts- und Steuerberatungsberufe
- Ingenieurbüro- und technische Beratungsleistungen +1,3 %
- Technische, physikalische und chemische Untersuchungsleistungen +2,6 %
- Dienstleistungen von Werbeagenturen +0,4 %
Wirtschaftsabschnitt Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen
Mit +3,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal gab es bei den Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen den stärksten Preisanstieg unter allen Wirtschaftsabschnitten im Dienstleistungsbereich.
- Reinigungsleistungen +3,8 %
- Befristete Überlassung von Arbeitskräften +3,1 %
siehe auch für zusätzliche Informationen:
ausgewählte weitere Meldungen:
- Bauwirtschaft: Handwerk verzeichnet Umsatzrückgang im 1. Quartal 2026 (17.06.2026)
- Preisatlas Handwerk 2026: Fachkräftemangel beeinflusst Preise und Auslastung (21.04.2026)
- Tarifbindung 2025 in Deutschland bei 49 % (20.03.2026)
- Gründerplattform, Blitzbefragung und EU Inc. (Bauletter vom 19.03.2026)
siehe zudem:
- Baubranche, Bau- und Immobilienpreise, Arbeitsmarkt bei BAULINKS.de
- Literatur / Bücher über Arbeitsmarkt bei Baubuch / Amazon.de

