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Preisatlas Handwerk 2026: Fachkräftemangel beeinflusst Preise und Auslastung

(21.04.2026) Die Nachfrage nach handwerklichen Leistungen bleibt hoch, während gleichzeitig in vielen Betrieben Fachkräfte fehlen. Diese Rahmenbedingungen prägen die Ergebnisse des „Preisatlas Handwerk 2026”, den OneQrew zum 5. Mal vorgelegt hat. Für die Analyse wurden 575 Handwerksbetriebe aus verschiedenen Gewerken befragt. Die Auswertung gibt einen Überblick über aktuelle Stundensätze und soll als Orientierung für die betriebliche Preisgestaltung dienen.

Der Preisatlas Handwerk 2026 - Deutschlandkarte. (Bild: OneQrew GmbH) 

Die Auslastung der Betriebe liegt weiterhin auf einem hohen Niveau: 73 % der Unternehmen bewerten ihre Auftragslage als gut oder sehr gut, 6 % berichten von freien Kapazitäten. Parallel dazu sind die Stundensätze gestiegen. Der durchschnittliche Preis für eine Meisterstunde liegt bei rund 73 Euro, für eine Gesellenstunde bei etwa 64 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 0,7 % bei Meister- und rund 3 % bei Gesellenstunden. Unterschiede zeigen sich je nach Gewerk.

Die Daten weisen zudem auf einen Zusammenhang zwischen Betriebsgröße und Preisniveau hin: Mit zunehmender Unternehmensgröße steigen die durchschnittlichen Stundensätze, insbesondere bei qualifizierten Leistungen. Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel ein Engpass. Rund 70 % der Betriebe suchen Personal, im Durchschnitt fehlen etwa 1,4 Fachkräfte pro Unternehmen. Dies führe dazu, dass Aufträge teilweise verzögert angenommen oder abgelehnt werden.

Darüber hinaus zeigen sich regionale Unterschiede. In wirtschaftsstarken Regionen liegen die Preise über dem Durchschnitt. So wird für Berlin ein Meisterstundensatz von 82,50 Euro angegeben, während Hamburg bei 76,45 Euro und Mecklenburg-Vorpommern bei 58,80 Euro liegt.

Der „Preisatlas Handwerk 2026” stellt Vergleichswerte für unterschiedliche Gewerke und Regionen bereit und kann als Grundlage für betriebliche Entscheidungen und strategische Planung dienen.

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