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Bauprognose 2004

  • Stimmung verbessert: 60% der Bauunternehmer rechnen zumindest mit Stabilisierung der Geschäftslage!
  • Konjunkturelle Talsohle in Sicht!
  • Trotzdem Umsatzminus von 1 bis 2%!

(21.1.2004) Die deutsche Bauwirtschaft hat die konjunkturelle Talsohle fest ins Visier genommen! Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am 20. Januar in Berlin mitteilte, hat sich die Stimmung in der Bauwirtschaft seit dem Herbst 2003 aufgehellt. Etwa 60% der Bauunternehmer rechnen für das 4. Quartal 2003 und das 1. Quartal 2004 mit einer Verbesserung, zumindest aber einer Stabilisierung der Geschäftslage. Trotzdem wird der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Jahresdurchschnitt noch einmal um 1 bis 2% zurückgehen. Deshalb muss die Branche voraussichtlich noch einmal 36.000 Arbeitsplätze abbauen; die Beschäftigung wird damit auf 780.000 zurückfallen.

Für den deutschen Wohnungsbau erwartet der Hauptverband das Ende der Durststrecke: Die Zahl der fertiggestellten Neubauwohnungen wird 2004 um 6% auf 255.000 zunehmen. Dafür ist vor allem die Diskussion über die bevorstehende Kürzung der Eigenheimzulage verantwortlich, die 2003 einen regelrechten Genehmigungsboom hervorgebracht hat. Von den daraus resultierenden Vorzieheffekten haben vornehmlich die kleineren handwerklichen Betriebe mit weniger als zwanzig Beschäftigten profitiert, deren Wohnungsbauumsatz bereits in den ersten zehn Monaten des Jahres 2003 um 3,2% gestiegen ist. Für 2004 erwartet der Hauptverband ein Umsatzplus im Wohnungsbau von 1%.

Dagegen ist der Hauptverband skeptisch, ob der Wirtschaftsbau bereits 2004 von der gesamtwirtschaftlichen Erholung profitieren wird: Im mit Abstand wichtigsten Marktsegment "Büro- und Verwaltungsgebäude" sind die Leerstandsquoten zum Jahresende 2003 noch einmal deutlich gewachsen (z.B. Frankfurt 14%, Düsseldorf 12,6%). Im Marktsegment "Fabrik- und Werkstattgebäude" wird die Branche auch 2004 unter den ungelösten Probleme Deutschlands im internationalen Standortwettbewerb zu leiden haben. Nach wie vor trägt sich ein Viertel aller deutschen Industrieunternehmen im Jahr der EU-Osterweiterung mit dem Gedanken, die Produktion in den nächsten drei Jahren ganz oder teilweise ins Ausland zu verlagern. Vor diesem Hintergrund erwartet der Hauptverband einen Rückgang der Wirtschaftsbauumsätze von 3,5%.

Auch der öffentliche Bau wird sich 2004 auf ein weiteres schwieriges Jahr einstellen müssen, glaubt der Hauptverband. Vor allem die Finanzierungsprobleme des öffentlichen Hauptauftraggebers - der Städte und Gemeinden - stehen einer Belebung der Baunachfrage entgegen. Vor diesem Hintergrund und weiter sinkenden Investitionen der Bundesländer (-5%) ist ein weiterer Rückgang der Umsätze im öffentlichen Bau von 2% unvermeidlich. Diese Prognose könnte jedoch schnell zur Makulatur werden, wenn der Ausfall der Mauteinnahmen allein den Verkehrsinvestitionen angelastet wird. Damit wären bundesweit 70.000 Arbeitsplätze innerhalb und außerhalb der Bauwirtschaft akut bedroht.

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