Projekt "Optimus" - Optimal Heizenergie nutzen
(2.9.2005) Fachleute gehen davon aus, dass mehr als 80% der deutschen Heizungsanlagen Fehler aufweisen. Die einzelnen Teile bestehender Anlagen (z.B. Kessel, Pumpen und Regler) mögen zwar meist noch perfekt funktionieren, doch sind die verschiedenen Komponenten möglicherweise nicht (mehr) optimal aufeinander abgestimmt. Bei Nutzern wie Handwerkern fehlt zudem ein Bewusstsein für die Tatsache, dass sich alle Elemente eines komplexen Heizungssystems in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken oder dämpfen können. Daher befasst sich das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Forschungs- und Qualifizierungsprojekt OPTIMUS seit 2002 mit den Möglichkeiten zur energetischen Optimierung bereits bestehender Heizungsanlagen.
OPTIMUS wird getragen von ...
- der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Wilhelmshaven,
- den Berufsbildenden Schulen Aurich (BBS Aurich),
- der Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung der Universität Bremen (FPB),
- dem Trainings- und Weiterbildungszentrum Wolfenbüttel der Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel (TWW) und
- der Firma WILO SE in Dortmund.
Um herauszufinden, wie hoch die Optimierungspotenziale bei Heizungsanlagen sind, wurden rund 95 statistisch repräsentative Versuchsobjekte mit Messeinrichtungen ausgestattet. Sie erfassen den Verbrauch an Heizenergie und elektrischer Hilfsenergie für den Betrieb der Pumpen über zwei Jahre.
Damit bestehende und zukünftige Anlagen nach ökologischen und ökonomischen Kriterien ausgerichtet werden können, setzt das Projekt auf eine praxisnahe und systembezogene Weiterqualifizierung der Handwerker. Bei ihnen will OPTIMUS ein umfassendes Verständnis für das "System Heizung" fördern. Um Energie zu sparen und optimal zu nutzen, sollen sich Heizungsbauer nicht auf die Verbesserung einzelner Komponenten konzentrieren, sondern auf deren gesamtes Zusammenspiel.
Übrigens: Besonders hohe Einsparpotenziale ergeben sich laut Studie bei neueren Gebäuden oder solchen, die bereits energetisch saniert wurden. Den Grund hierfür sehen die Wissenschaftler darin, dass die Anlagen in energetisch guten Gebäudehüllen häufig ein Überangebot an Wärme erzeugen. Die Anlagen seien nicht auf den tatsächlichen Wärmebedarf ausgerichtet. Weitere Einsparungen könnten durch die bessere Abstimmung der Komponenten der Anlagen erzielt werden.
siehe auch:
- www.optimus-online.de
- DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt
- Forschungsgruppe Praxisnahe Berufsbildung der Universität Bremen (FPB)
- Trainings- und Weiterbildungszentrum Wolfenbüttel der Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel (TWW)
- WILO SE
- interaktive Online-EnergieSparRatgeber ( Heizkostenvergleich, PumpenCheck, Modernisierungsratgeber)
- Heizungssanierung: Hydraulischer Abgleich als Fördervoraussetzung (2.5.2007)
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- weitere Details...
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