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Leichte Abkühlung bei den Bauaufträgen im Juli 2020

(27.9.2020) Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juli 2020 saison- und kalenderbereinigt 5,6% niedriger als im Vormonat. Das aktuelle Ergebnis deutet auf eine leichte Abkühlung der Baukonjunktur hin. Allerdings war der Auftragseingang im Juni 2020 auf Grund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen.

Kalenderbereinigt war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli 2020 um 4,9% niedriger als im Rekordmonat Juli 2019 - der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert an Aufträgen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7%. Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres.

Bauindustrie hebt Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 3,5% an

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Mrd. Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5% weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5%.

 Dies sei nicht nur auf das mittlerweile erreichte hohe Niveau zurückzuführen, sondern auch darauf, dass den Betrieben im Vergleich zum Juli 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand - stellte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie,  am 25.9. fest. Insgesamt lag der Umsatz der Bauindustrie über alle sieben Monate um 6,6% (real: +3,6%) über dem Vorjahresniveau. „Aufgrund des insgesamt guten Ergebnisses haben wir unsere Umsatzprognose vom Mai 2020 wieder leicht angehoben: Wir erwarten für 2020 ein nominales Plus von 3,5%, real von 0,5 % und ein Beschäftigungsplus von 10.000 auf 880.000 Personen,“ so Herr Babiel.

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