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Möbelbranche 2021 mit leichten Verlusten ... auf hohem Niveau

(1.5.2022) Die Coronapandemie hat im Frühjahr 2020 Bewegung in den Möbelmarkt gebracht und die Konzentration auf das eigene Zuhause sowie die Affinität rund um Möbelinvestitionen verstärkt. Das herausragende Umsatzergebnis der Branche von ersten Krisenjahr 2020 von rund 21,59 Mrd. Euro Marktvolumen konnte 2021 allerdings nicht gehalten werden. So schloss die Möbelbranche 2021 mit einem leichten Umsatzverlust von 0,8% auf ein Gesamtvolumen von 21,41 Mrd. Euro ab. Aber: Verglichen mit dem Vorkrisenniveau von 2019 (20,44 Mrd. Euro Marktvolumen) profitierte die Branche nach wie vor. Und nachdem 2020 noch alle acht Warengruppen im Plus lagen, konnten im vergangen Jahr nur Küchen- und Polstermöbel mit einer positiven Jahresbilanz abschließen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Branchenfokus Möbel des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung.

„Das 2020er Plus war auf Basis der möbelaffinen Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande maßgeblich mit dem seinerzeit ausgebliebenen Lockdown für den wichtigsten Absatzweg, dem stationären Möbelhandel, verbunden. 2021 waren Kaufbedürfnisse im Möbelbereich dagegen größtenteils schon bedient, gleichzeitig konnte teilweise der Nachfrage aufgrund der verstärkt aufkommenden Lieferproblematiken oft nicht direkt nachgekommen werden,“ so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln.

2022 wieder Aufwärtstrend

Das aktuelle Marktergebnis ist insgesamt fragiler geworden. Doch auf das laufende Jahr 2022 blicken die Marktexperten durchaus positiv und erwarten ein Gesamtmarktwachstum von rund zweieinhalb Prozent. Dabei sieht es in den verschiedenen Warengruppen durchaus unterschiedlich aus: Die Aussichten für Küchen sind durchweg gut, bei Polstermöbeln wird ein Rückgang der Nachfrage gegen Prognoseende (ab Anfang 2023) erwartet und Kastenmöbel (Schränke, Schrankwände in Wohn- und Schlafzimmern) bleiben auch 2022 ein Problemfeld. Verbesserungen gibt es dagegen bei den Segmenten Bad- und Gartenmöbel, die 2021 zwar um rund 10% Umsatz verloren haben, sich aber 2022 wieder erholen dürften.

„Unsere Prognosen für die Umsätze in der Möbelbranche 2022 sehen gut aus und somit sind die leichten Verluste aus 2021 eher als Intermezzo in einem allgemeinen Aufwärtstrend einzustufen. Dieser findet wie in vielen Branchen auch und vor allem online statt. Händler sollten mit ihrem Angebot hier präsent sein, ansonsten gehen wertvolle Marktchancen verloren,“ so Dr. Johannes B. Berentzen, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung, zu den Ergebnissen der Studie. Der Daten-/Berechnungsstand in diesem Report ist der März 2022 - als der Angriffskrieg Putins bereits in vollem Gange war.

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