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In Deutschland wird wieder mehr tapeziert

(19.5.2021) In der deutschen Tapetenbranche ist der Abwärtstrend der letzten Jahre (vorerst?) gestoppt: Im ersten Corona-Jahr erlösten die deutschen Hersteller im Inland 110 Mio. Euro - was einem Plus von 12% entspricht. Das Deutsche Tapeten-In­sti­tut führt das starke Wachstum 2020 auf zwei Faktoren zurück:

1. Tapezieren statt Ausgehen

Zum einen hatten die Verbraucher in Zeiten von Corona wenig Möglichkeiten für Reisen, Restaurant- sowie Kinobesuche und haben sich somit intensiv mit den eigenen vier Wänden beschäftigt. Das Zuhause sollte wohnlicher werden und hier bietet sich Tapete mit vergleichsweise großen Effekten in der Innenraumgestaltung, geringen Kosten und einfacher Anbringung an.

Foto © DTI/marburg 

2. Marketing

Weiterhin soll auch die Gemeinschaftskampagne „Deutschland tapeziert“ nach Ansicht der Branche einen erheblichen Anteil am Erfolg des Produkts haben, denn schon im 1. Quartal des Jahres (also noch vor Beginn des ersten Lockdowns) wurde ein starkes Wachstum wahrgenommen. Die Kampagne vereint Handel und Industrie und will Verbrauchern Inspiration und Tipps geben via Print- und Online-Medien sowie Social Media-Aktivitäten.

Im Ausland setzten die deutschen Hersteller 146 Mio. Euro (-2%) um, was zu einem Gesamtumsatz von 256 Mio. Euro (+4%) führte.

Für die Aussichten 2021 wird von Bedeutung sein, wie sich die Corona-Krise weiter entwickelt. Die im stationären Einzelhandel verlorenen Umsätze können jedenfalls nicht komplett durch Online-Verkäufe und „Click + Collect“ ausgeglichen werden. Die Branche ist aber aufgrund der bereits erreichten höheren Käuferreichweite zuversichtlich. Aus der Marktforschung ist bekannt, dass Käufer von Vliestapeten zu Wiederholungskäufern werden und Tapeten im Bekanntenkreis gerne empfehlen.

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