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Dauergerüstanker nach DIN 4426: Anforderungen, Nachweise und Produktauswahl

(18.3.2026) Gebäude werden über Jahrzehnte genutzt. Für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Fassade und Dach sind regelmäßig Gerüste erforderlich. Ab einer Traufhöhe von 8 m müssen hierfür gemäß DIN 4426 dauerhafte Verankerungen vorgesehen werden, sofern keine Fassadenbefahranlage vorhanden ist. Die Norm regelt die technischen Anforderungen an Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen und definiert damit sicherheitsrelevante Planungsgrundlagen.

Daueranker ermöglichen die sichere Fixierung von Gerüsten über viele Jahre hinweg, ohne die Fassade dauerhaft zu schädigen. (Bild: Isorocket) 

Anforderungen der DIN 4426

Die DIN 4426 fordert permanente Ankerpunkte, die Gerüste über Jahrzehnte aufnehmen können, ohne die Bausubstanz zu beeinträchtigen. Pro Meter Fassadenlänge müssen Einwirkungen von 2,25 kN rechtwinklig zur Fassade sowie 0,75 kN parallel zur Fassade aufgenommen werden. Der vertikale Abstand der Anker darf 4 m nicht überschreiten. Wird dieser Abstand unterschritten, können die Kräfte proportional reduziert werden. An Gebäudekanten wie Ecken oder Traufkanten sind die angegebenen Kräfte zu verdoppeln.

Provisorische Bohrlösungen mit anschließendem Verschließen gelten als problematisch, da sie zu Fassadenschäden und Wärmebrücken führen können. Besonders im Holzbau können daraus langfristige Schäden resultieren.

Die DIN 4426 regelt den Einsatz von Dauergerüstankern zur Vermeidung von Fassadenschäden und zur langfristigen Sicherung von Instandhaltungsarbeiten. (Bild: Isorocket) 

Nachweisführung und Produktauswahl

Bei der Auswahl von Dauergerüstankern ist neben der Tragfähigkeit auch das Verformungsverhalten sowie die Einbindung in den Wandaufbau zu berücksichtigen. Produkte ohne allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erfordern häufig zusätzliche statische Nachweise. In diesen Fällen muss der Planer einen Gesamtnachweis erbringen, der weitere Berechnungen, Gutachten oder Abstimmungen mit Behörden umfassen kann. Zugelassene Produkte, die durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) geprüft wurden, bieten standardisierte Nachweise zur Tragfähigkeit und zur Anwendung in definierten Fassadenaufbauten. Dimensionierung und Ankerabstände sind dabei auf den jeweiligen Untergrund abgestimmt.

Systeme für unterschiedliche Fassadenaufbauten

Die Isorocket GmbH bietet DIBt-zugelassene Dauergerüstanker für verschiedene Fassadenkonstruktionen an. Der Daueranker IsorocketConcrete ist für Wärmedämmverbundsysteme, Vorhangfassaden sowie zweischaliges Mauerwerk auf Beton vorgesehen. Je nach Untergrund werden Ankerplatte und Dübel angepasst. Die Masonry-Reihe ist für Mauerwerk konzipiert und kann ebenfalls bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden, zweischaligem Mauerwerk und Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt werden. Zur Sicherstellung des fachgerechten Einbaus werden Schulungen angeboten; alternativ kann die Montage über Partnerfirmen erfolgen.

Rechtliche und planerische Aspekte

Die DIN 4426 stellt einen Sicherheitsstandard für Gebäude ab 8 m Höhe dar. Dauerhafte Gerüstanker sind integraler Bestandteil der Fassadenplanung. Produkte mit bauaufsichtlicher Zulassung ermöglichen eine standardisierte Ausschreibung und reduzieren den planerischen Nachweisaufwand. Alternativlösungen ohne entsprechende Zulassung können zusätzliche Einzelnachweise erfordern, was im Streitfall zu Haftungsfragen führen kann.

Weitere Informationen können per E-Mail an Isorocket angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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