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Modulares Studentenwohnheim mit puristischer Faserzementfassade

(16.3.2026) Auf dem Nordcampus der Universität Göttingen entstand ein fünfgeschossiges Wohnheim mit 265 Plätzen in Holzmodulbauweise. Rund 3.400 m² geschosshohe Equitone Tectiva TE 90 Faserzementtafeln bilden das Modulraster präzise an der Fassade ab. Das Gebäude bildet den baulichen Abschluss zur angrenzenden Grünzone und wurde vom Stuttgarter Büro LIMA Architekten als Holzmodulbau mit hohem Vorfertigungsgrad geplant.

Equitone-Fassadentafeln strukturieren die Fassade des in Holzmodulbauweise errichteten Studierendenwohnheims. (Bild: Brigida González) 

Ein zentraler Innenhof, eine überdachte Gemeinschaftsterrasse sowie ein witterungsgeschützter Eingangsbereich strukturieren den Baukörper. Im Erdgeschoss ergänzen Hausverwaltung, Musikraum, Wasch- und Trockenraum sowie ein Mehrzweckraum die Wohnnutzung um gemeinschaftliche Funktionen.

Die vier Obergeschosse basieren auf seriell gefertigten Raummodulen des österreichischen Herstellers Kaufmann Bausysteme GmbH. Die Module wurden mit hohem Vorfertigungsgrad produziert und an die Baustelle geliefert. Bauherr und Architekten entschieden sich aus ökologischen Gründen für eine Ausführung in Massivholz.

Die Fassade ist geschosshoch mit den Equitone-Fassadentafeln gestaltet und spiegelt 1:1 das Modulraster wider. (Bild: Achim Birnbaum) 

Die Fassade wurde mit rund 3.400 m² Equitone Tectiva TE 90 Tafeln aus Faserzement bekleidet. Die weiß durchgefärbten, matt geschliffenen und unbeschichteten Tafeln sind geschosshoch ausgeführt und bilden die Struktur der modularen Bauweise 1:1 ab. Mit ihrer natürlichen Haptik erzeugen sie ein ruhiges, homogenes Erscheinungsbild und unterstreichen die klare Rasterstruktur des Gebäudes. Materialtechnisch zeichnen sich die Tafeln durch Witterungsbeständigkeit, Formstabilität und Langlebigkeit aus. Sie sind nicht brennbar (A2-s1, d0 nach DIN EN 13501-1), frostbeständig und UV-stabil. In der hinterlüfteten Konstruktion tragen sie zudem zur Schalldämmung bei.

Bauherr und Architekten entschieden sich aus Gründen der Nachhaltigkeit für Module in Massivholzbauweise. (Bild: Achim Birnbaum) 

Nachhaltiges Materialkonzept

Jedes Apartment verfügt über ein eigenes Bad sowie eine in ein multifunktionales Möbel integrierte Küchenzeile. Sichtbare Holzoberflächen im Innenraum sorgen für ein angenehmes Raumklima. Der Neubau wurde mit einer Anerkennung beim Holzbaupreis Niedersachsen ausgezeichnet. Die verwendeten Fassadentafeln sind Cradle to Cradle Certified in Bronze; in den Kategorien Materialwiederverwendung und soziale Gerechtigkeit erreichen sie Silber. Damit können sie zur Erfüllung von Nachhaltigkeitsstandards wie DGNB, LEED oder BREEAM beitragen und verbleiben im Materialkreislauf.

Die seriell gefertigten Raummodule wurden mit hohem Vorfertigungsgrad an die Baustelle geliefert. (Bild: Achim Birnbaum) 

Serielles Bauen im städtebaulichen Kontext

Das Wohnheim zeigt die Potenziale seriellen Bauens im Hochschulkontext. Innerhalb kurzer Zeit entstand ein kompakter Baukörper mit klarer architektonischer Haltung. Die Kombination aus Holzmodulen, Gemeinschaftsflächen und Faserzementfassade verbindet konstruktive Effizienz mit gestalterischer Stringenz.

Bautafel

  • Projekt: Wohnheim für Studierende, Universität Göttingen, Nordcampus
  • Bauherr: Studentenwerk Göttingen
  • Architekten: LIMA Architekten, Stuttgart
  • Modulhersteller: Kaufmann Bausysteme GmbH, Reuthe
  • Fassade: Equitone Tectiva TE 90

Weitere Informationen können per E-Mail an Etex - Equitone angefordert werden.

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