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Reliefierte GIMA Klinkerfassade prägt Erweiterungsbau der Berufsschule Regensburg

(18.3.2026) Mit dem Erweiterungsbau der Georg-Kerschensteiner-Berufsschule in Regensburg greifen Bez+Kock Architekten gestalterische Elemente des Bestands aus den frühen 1980er Jahren auf und entwickeln sie weiter. Der Neubau interpretiert die Fassadensprache des bestehenden Schulgebäudes neu und übersetzt sie in eine plastisch ausgeformte Klinkerfassade. Grundlage ist ein speziell entwickeltes, fünfeckiges Sonderformat von GIMA, das in enger Abstimmung mit den Architekten entstand.

Der Erweiterungsbau der Berufsschule in Regensburg ergänzt das bestehende Ensemble um einen prägnanten Baukörper, dessen Fassade durch ein Ziegelrelief und präzise Fensterfaschen aus Sichtbeton gegliedert wird. (Bild: Alexander Bernhard) 

Der Neubau befindet sich im Süden des Schulgeländes und nimmt städtebaulich Bezug auf das terrassierte Bestandsgebäude. Als prägnanter Gebäudekopf bildet er den südlichen Abschluss des Campus und dient zugleich als Orientierungspunkt. Im Inneren öffnet sich eine dreigeschossige Halle als zentrales Kommunikations- und Aufenthaltsareal der Schule. Eine Sitztreppe mit Eichendielen sowie geschwungene Galerien schaffen Blickbeziehungen zwischen den Geschossen. Über eine großformatige Glasfassade gelangt Tageslicht aus einem begrünten Innenhof in den Innenraum.

Sonderformat für reliefierte Fassade

Für die rund 4.300 m² große Fassade entwickelte GIMA gemeinsam mit Bez+Kock Architekten ein Formsteinformat, dessen Geometrie an eine sogenannte Bischofsmütze erinnert. Die Klinker mit den Abmessungen 300 × 90 × 71 mm sowie 300 × 125 × 71 mm wurden lagenweise versetzt vermauert. Durch diese Schichtung und Profilierung entstand ein feines Relief, das je nach Sonnenstand unterschiedliche Licht- und Schattenwirkungen erzeugt. Eine aufgeraute Oberfläche verstärkt zusätzlich die haptische Wirkung des Mauerwerks.

Für die Fassade entwickelte GIMA in Zusammenarbeit mit Bez+Kock Architekten ein fünfeckiges Sonderformat in Form einer „Bischofsmütze”. (Bild: Alexander Bernhard) 

Präzise Fertigung der Formsteine

Insgesamt wurden rund 12 Varianten der Formsteine entwickelt. Diese wurden mithilfe spezieller Werkzeuge jeweils aus einem einzigen Stück gefertigt – nicht durch Schneiden und anschließendes Verkleben. Dadurch wird eine hohe Maßgenauigkeit und Dauerhaftigkeit erreicht. Die charakteristische Farbgebung entstand durch ein spezielles Brennverfahren. Im GIMA-Labor wurde der Farbton auf das bestehende Gebäude abgestimmt, dessen Materialität als „erdig-beige/tonig/leicht orange” beschrieben wird.

Betonfertigteile als gestalterischer Kontrast

Ergänzt wird die Klinkerfassade durch Betonfertigteile aus dem GIMA-Werk. Auffällig sind insbesondere großformatige Fensterfaschen mit Längen von bis zu 6 m. Sie wurden als Sichtbetonbauteile mit abgesäuerter Oberfläche ausgeführt und rahmen die horizontal angeordneten Fensterbänder. Die Elemente setzen einen ruhigen Kontrast zum reliefierten Mauerwerk.

Um optische Brüche zu vermeiden, wurden die Klinkervorsätze der Betonfertigteile für den passenden Anschluss an die gemauerte Fassade im versetzten Verband im Werk vorproduziert. (Bild: Alexander Bernhard) 

Vorgefertigte Details

Auch Fertigteile mit Klinkervorsatz, beispielsweise an Sturzuntersichten, wurden im Werk vorbereitet. Um die Profilierung der sogenannten Bischofsmützensteine ohne Unterbrechung fortzuführen, wurden die Klinker in den entsprechenden Verbänden vorgefertigt. Auf der Rückseite der Klinkerschalen sorgt ein Schwalbenschwanzprofil für eine mechanische Verzahnung mit dem Beton und damit für einen dauerhaften Verbund.

Projektdaten

  • Projekt: Erweiterungsbau Georg-Kerschensteiner-Berufsschule, Regensburg
  • Bauherrin: Stadt Regensburg
  • Architektur: Bez+Kock Architekten, Stuttgart
  • Fassade: GIMA Klinker, Sonderformate 300 × 90 × 71 mm und 300 × 125 × 71 mm, Betonfertigteile mit Klinkervorsatz

Weitere Informationen können per E-Mail an GIMA angefordert werden.

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