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Update zum dena-Gebäudereport 2026: Erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft

(20.05.2026) Das Update des dena-Gebäudereports vom April 2026 liefert aktualisierte Daten zu Gebäudebestand, Wärmeerzeugern, Baustoffen und Baukosten. Die Analysen zeigen - Eigentümer sowie das Handwerk treiben die Wärmewende weiter voran. Sie setzen, auch dank der Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude, verstärkt auf Wärme aus erneuerbaren Energien.

Update April: dena-Gebäudereport 2026 (Bild: dena) 

Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung: „Die neuen Zahlen verdeutlichen, wie Deutschland seine Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen bei Öl und Gas reduzieren kann. Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen und mit dem seriellen Sanieren steht der nächste Effizienzmarkt vor dem Durchbruch. Das ist notwendig, denn in den vergangenen Jahren ist der Wärme- und Endenergieverbrauch in Gebäuden zwar leicht gesunken, jedoch nicht schnell genug, um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen. Entscheidend sind jetzt ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft, um die Marktentwicklung von Wärmepumpen und Sanierungsmaßnahmen weiter zu unterstützen und Investitionssicherheit zu erhöhen. Gerade die schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist zentral.”

Entwicklung der Absatzzahlen von Wärmeerzeugern. Aktualisiert April 2026 (Quelle: BDH 2026) 

Wärmepumpe - größter Marktanteil bei neuen Heizungen

Rund die Hälfte der 2025 verkauften Heizungen waren Wärmepumpen. Ihr Anteil stieg von 27 % im Vorjahr auf 48 % – insgesamt rund 299.000 Anlagen. Gleichzeitig sank der Anteil von Gasheizungen: 2025 machten sie 44 % der Verkäufe aus. Auch die Förderzahlen der BEG-Einzelmaßnahmen deuten darauf hin, dass der Markthochlauf von Wärmepumpen anhalten dürfte. So entfallen rund 85 % der BEG-Maßnahmen für Wärmeerzeuger auf Wärmepumpen.  Die Zahl der insgesamt geförderten Maßnahmen stieg 2025 mit 537.787 Maßnahmen für Wohngebäude gegenüber dem Vorjahr um 47 %.

Serielles Sanieren spielt zentrale Rolle

Der Updatebericht zeigt zudem eine weiterhin gute Nachfrage nach seriellen Sanierungen. Im Jahr 2025 lag die Zahl der bewilligten Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen erneut bei über 1.000. Weil serielles Sanieren bisher oft in Mehrfamilienhäusern angewandt wird, sind das mehr als 6.000 Wohneinheiten. Dies entspricht rund 24 % aller Wohneinheiten, für die eine Förderung mit dem Effizienzstandard EH 40 und EH 55 bewilligt wurde.

Mit einem Anteil von 24 % an allen Effizienzhaus 55- und Effizienzhaus 40-Projekten ist diese Sanierungslösung ein bedeutender Bestandteil der energetischen Gebäudesanierung. Nach Schätzungen der dena sind rund 30 % aller Gebäude im Bestand für serielle Sanierungen geeignet. Angesichts dieses Potenzials kommt diesem Ansatz eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors zu.

Aktuelle Daten zur kommunalen Wärmeplanung

Erhebungen des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende belegen deutliche Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung. Zum Ende des ersten Quartals 2026 haben rund 56 % der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnern ihre Wärmeplanung abgeschlossen, 44 % befinden sich derzeit im Prozess.

84 % der Städte und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern haben ihre Wärmeplanung begonnen oder abgeschlossen. Bei den kleineren Gemeinden unter 10.000 sind mit 49 % ebenfalls schon knapp die Hälfte im Wärmeplanungsprozess oder haben ihn abgeschlossen; die aktuelle Frist zur Bearbeitung läuft für sie bis Mitte 2028.

Der frühzeitige Beginn der Wärmeplanung schafft Orientierung für Investitionsentscheidungen von Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern und kann den Ausbau klimafreundlicher Wärmenetze beschleunigen.

Der aktualisierte dena-Gebäudereport 2026 steht unter dena.de/infocenter/dena-gebaeudereport-2026 kostenfrei zum PDF-Download bereit.

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