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Intelligentes Türsystem „MotionIQ” für Schiebetüren

(26.06.2026) Mit MotionIQ hat Dormakaba ein intelligentes Türsystem entwickelt, das automatische Türen nur dann öffnet, wenn tatsächlich ein Durchgang vorgesehen ist. Nach dem Einsatz an automatischen Drehflügeltüren steht die Technologie auch für Schiebetüren zur Verfügung. Ziel ist es, Energieverluste durch unnötige Türöffnungen zu reduzieren und den Gebäudebetrieb effizienter zu gestalten.

Darstellung des intelligenten Türsystems MotionIQ von Dormakaba (Bild: Dormakaba)
MotionIQ analysiert Bewegungen im Türumfeld und erkennt, ob Personen tatsächlich die Tür passieren möchten. Dadurch werden unnötige Öffnungsvorgänge automatischer Schiebe- und Drehflügeltüren reduziert.
(Bild: Dormakaba)
 

Bewegungsanalyse statt permanenter Türöffnung

Das System überwacht einen Bereich von bis zu 10 m vor der Tür mithilfe moderner Sensorik. Sobald Personen in den Erfassungsbereich gelangen, werden Entfernung, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung erfasst. Auf Basis dieser Daten berechnet MotionIQ Bewegungsvektoren und erkennt, ob eine tatsächliche Begehungsabsicht vorliegt. Nur wenn ein Durchgang erkannt wird, ermittelt das System den optimalen Öffnungszeitpunkt sowie die erforderliche Offenhaltezeit. Personen, die sich lediglich in der Nähe der Tür bewegen oder an ihr vorbeigehen, lösen keine Türöffnung aus.

Energieeinsparung durch reduzierte Luftaustauschverluste

Durch die bedarfsgerechte Türsteuerung sollen unnötige Öffnungsvorgänge vermieden werden. Dies kann insbesondere an stark frequentierten Standorten wie Einkaufszentren, Bahnhöfen oder Gebäuden in Fußgängerzonen den Austausch von Innen- und Außenluft reduzieren.

Im Winter bleibt erwärmte Raumluft länger im Gebäude, während im Sommer weniger gekühlte Luft nach außen entweicht. Nach Angaben von Dormakaba kann der Energieverbrauch durch MotionIQ um bis zu 50 % reduziert werden. Dadurch lassen sich Betriebskosten und CO₂-Emissionen senken.

Sicherheit und geringere Belastung der Türsysteme

Neben der Energieeffizienz soll das System auch zur Betriebssicherheit beitragen. Obwohl die Offenhaltezeiten möglichst kurz gehalten werden, überwacht MotionIQ die Bewegung der Nutzer kontinuierlich. Eine Kollision mit dem Türblatt soll dadurch ausgeschlossen werden. Da die Tür nur bei tatsächlichem Bedarf geöffnet wird, reduziert sich zudem die Anzahl unnötiger Öffnungs- und Schließzyklen. Dies kann die mechanische Belastung der Türanlagen verringern und ihre Lebensdauer verlängern.

Selbstlernendes System für die Inbetriebnahme

MotionIQ passt sich laut Hersteller selbstständig an die jeweiligen Umgebungs- und Nutzungsbedingungen an. Dadurch soll die Inbetriebnahme vereinfacht und der Aufwand für Montage- und Serviceteams reduziert werden. Bereits etabliert ist die Technologie im Bereich automatischer Drehflügeltüren. Dort wird MotionIQ in Verbindung mit den Türantrieben ED 100 und ED 250 eingesetzt.

Ein Beispiel ist das Zentrum für Innovation, Medizin und Technik (ZIMT) in Bad Kreuznach. Dort wurde eine Tür zum Parkplatz mit MotionIQ ausgestattet, damit vorbeifahrende Fahrzeuge keine unnötigen Türöffnungen auslösen. Das Projekt zeigt den praktischen Einsatz der Technologie zur Reduzierung von Fehlöffnungen und Energieverlusten. Und auch im Eishotel im norwegischen Kirkenes wird MotionIQ zur Steuerung automatischer Türen eingesetzt.

Weitere Informationen können per E-Mail an Dormakaba Deutschland angefordert werden.

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