MWM-Libero unterstützt Bauabrechnung bei Fassadensanierung am Schloss Bensberg
(03.07.2026) Im Rahmen der Fassadensanierung des denkmalgeschützten Schlosses Bensberg kam die Software MWM-Libero zur Mengenermittlung und Abrechnung der Bauleistungen zum Einsatz. Die barocke Architektur mit zahlreichen Schmuckelementen stellte dabei besondere Anforderungen an die Erfassung und Dokumentation der ausgeführten Arbeiten.
Das Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach wurde nach verschiedenen Nutzungen im Jahr 2000 als Hotel wiedereröffnet. Zwischen 2023 und 2025 wurden die rund 15.000 m² umfassenden Außenfassaden gereinigt und neu gestrichen. Den Auftrag führte der Kölner Fachbetrieb für Sanierungen, Lienenlüke Reinsch Plus, über einen Zeitraum von insgesamt 3 Jahren aus. Mit der Mengenermittlung und Abrechnung der Gerüstbau- und Malerarbeiten wurde der selbstständige Abrechner Johannes Jung beauftragt.
Nachvollziehbare Mengenermittlung
Grundlage der Bauabrechnung ist das Leistungsverzeichnis des Architekten. Je nach Bauteil – beispielsweise Fassadenfläche, Fenstersims oder Zierelement – gelten unterschiedliche Abrechnungsregeln. Um die Leistungen nachvollziehbar darzustellen, wurde der gesamte Baukörper mit MWM-Libero in einzelne Fassadenabschnitte unterteilt. Dadurch konnten die ausgeführten Arbeiten eindeutig den jeweiligen Gebäudebereichen zugeordnet werden.
„Ist sie das nicht, wird die Rechnung womöglich zurückgeschickt und moniert”, sagt Wilhelm Veenhuis, Gründer von MWM Software. Die Software ordnet die erfassten Maße automatisch den jeweiligen Leistungspositionen zu. Da sich die Arbeiten über drei Jahre erstreckten, wurden kumulierte Teilrechnungen erstellt, die den jeweiligen Baufortschritt dokumentierten.
Komplexe Fassadengeometrie
Eine besondere Herausforderung stellte die Ermittlung der Flächen an den zahlreichen barocken Schmuckelementen dar. Johannes Jung teilte die Außenfassade zunächst in 40 Einzelfassaden auf und erfasste diese abschnittsweise vom Gerüst aus. Neben ebenen Fassadenflächen mussten unter anderem Gesimse, Bossen, Triglyphen, Giebel, Säulen, Balustraden sowie aufwendig gestaltete Fensterfaschen berücksichtigt werden.
„Das ausführende Gewerk muss nachweisen, wie sich die Ansicht einer Fassadenfläche in ihrer Ganzheit vom Dach bis zum Boden in einer verständlich gegliederten Form von Massenansätzen ermitteln und veranschaulichen lässt”, erläutert Johannes Jung.
Die gemessenen Werte wurden anschließend in MWM-Libero übernommen. Dort lassen sich Formeln sowie Regelwerke und Vorschriften für die Mengenermittlung hinterlegen. Die Software berechnet daraus die maßgeblichen Flächen und ordnet sie den jeweiligen Leistungspositionen zu.
Grundlage für weitere Bauabschnitte
Da sich viele Fassadenbereiche ähneln, können die ermittelten Daten auch als Grundlage für weitere Abschnitte dienen. MWM-Libero stellt hierfür verschiedene Auswertungen bereit, die beispielsweise zur Hochrechnung von Flächen oder zur Materialkalkulation genutzt werden können.
„Die Mengenermittlung für einen Fassadenbereich schafft mit ihrer Massenübersicht als Konzept die Voraussetzung, systematisch die gesamte Fassade zu erfassen. Das erleichtert die Arbeit enorm”, so Johannes Jung. „MWM-Libero stellt bei Bedarf verschiedene Auswertungen zur Verfügung. Solch eine Auswertung kann als Basis für eine Flächen-Hochrechnung von zukünftigen Fassadenabschnitten dienen”, erläutert Wilhelm Veenhuis.
Nach Abschluss der Arbeiten wurden rund 15.000 m² Fassadenfläche dokumentiert und abgerechnet. Die vollständige Mengenermittlung umfasste mehrere tausend Seiten. Johannes Jung zieht folgendes Fazit: „Die Mengenermittlung und Bauabrechnung für so große und komplexe Projekte wie der Fassade des Schloss Bensberg ist mit einer einfachen Tabellenkalkulation wie Excel nicht machbar. Ohne MWM-Libero könnte ich ein Projekt dieser Größenordnung gar nicht abwickeln.”
Weitere Informationen können per E-Mail an MWM angefordert werden.
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