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Wandheizung: 'unsichtbare' Flächenheizung für Behaglichkeit

(26.10.2000) Bei der Entscheidung für eine 'unsichtbare' Flächenheizung spielen neben hoher thermischer Behaglichkeit auch Aspekte wie Wirtschaftlichkeit und Gestaltungsfreiheit eine Rolle. Gerade Wandheizungen können hier überzeugen: Durch ihren hohen Anteil an Strahlungswärme, der zwischen 65 und 75 Prozent liegt, schaffen sie ein besonders angenehmes und gesundes Raumklima. Gleichzeitig erlaubt die Größe der wärmeabgebenden Fläche niedrige Heizwassertemperaturen und führt so zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs. Das ermöglicht die Nutzung von alternativen, zukunftstauglichen Energiequellen wie So-laranlagen und Wärmepumpen oder deren Kombination.

Für einen dauerhaft zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb ist, wie bei jedem Flächenheizsystem, die Wahl eines gut zu verarbeitenden Werkstoffs - wie Kupfer - entscheidend. Rohre für Fußbodenheizungen (z.B. von cuprotherm), die sich seit Jahrzehnten bewährt haben, können übrigens auch bei Wandheizungen nutzbringend verwendet werden: Bei einem Außendurchmesser von zwölf Millimetern bleibt der Putzauftrag gering; gleichzeitig gewährleistet ein Innendurchmesser von 10,6 Millimetern einen ausreichenden Wasserdurchfluss zur Deckung der Wärmeleistung.

Die Kupferrohre verhindern durch ihre vollständige Diffusionsdichtheit wirkungsvoll Verschlammung und garantieren damit eine langfristige Funktionssicherheit. Das gilt insbesondere bei Belastungen durch hohen Innendruck kombiniert mit erhöhten Temperaturen. Kupferrohre gelten hier als besonders standfest. Durch die Ummantelung mit einem Schutzmantel (Brandklasse B2 nach DIN 4102) können die Rohre eine Längendehnung bis fünf Meter gerade Rohrlänge kompensieren (laut Angaben von cuprotherm). Auf diese Weise werden Spannungen in dem die Wandheizung überdeckenden Putz vermieden. Zusätzlich sorgt der Stegmantel für die schalltechnische Entkoppelung von Rohrleitung und Bauteil.

Bei beheizten Wandflächen werden handelsübliche Putze verwendet. Geeignet sind, je nach Systemtemperatur, ein- oder zweilagig einzubringende Gips-Kalk-Putze sowie zweilagige Kalk-Zement-Putze. Die dünne Überdeckung sorgt für eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit des Flächenheizsystems.

Da bei Wandheizungen in der Praxis die baulichen Gegebenheiten in besonderem Maße berücksichtigt werden müssen, eignen sich vor allem flexible Systeme für eine schnelle Montage. Für die Installation gelten einschlägige Vorschriften: Der k-Wert der Außenwand darf im Neubau nicht über 0,35 W/m² liegen, eine Einzelraumregelung muss vorgesehen werden. Sie ist durch eine thermostatische Regelung in Unterputzausführung oder mittels Raumthermostat und elektrischem Stellantrieb am Verteiler möglich. Zur Erstellung individueller Konzepte steht Planern eine qualifizierte Herstellerberatung zur Verfügung.

Die Montage der Wandheizung mit bewährten Komponenten und handelsüblichen Befestigungselementen erfolgt ähnlich der Verlegung einer Fußbodenheizung – zunächst auf dem Boden, ohne zusätzliches Spezialzubehör. Die Rohre werden auf entsprechend der Wandgeometrie zugeschnittenen Armierungsgittern bifilar verlegt. Fenster, Installationen oder Dachschrägen lassen sich problemlos berücksichtigen. Abschließend wird das individuell angefertigte Heizregister an der Wand mit Tellerdübeln fixiert und verputzt.

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