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ACS 2003 - Neue Technologien in der Architektur-Vermessung ...

... ebnen den Weg für effizientes Bauen im Bestand und professionelles Facility Management.

(28.9.2003) Die exakte Erfassung von Bestandsdaten gebauter Architektur ist heute ganz erheblich leistungsfähiger und gleichzeitig deutlich preiswerter möglich als noch vor wenigen Jahren. Die ACS 2003 - Fachmesse für Computersysteme im Bauwesen - will einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technik geben.

Der Zwang zur Effizienz, zu einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis, wird die Baubranche weiter bestimmen. Nicht nur eine einzige Zweckbestimmung, sondern auch die Multifunktionalität von Gebäudebestand wird zunehmend wichtiger. Die ständige Bereitschaft bestehende Gebäude umzubauen ist inzwischen ein wichtiges Wesensmerkmal professioneller Bauherren und Immobilienbesitzer. Sie erhalten dadurch die Attraktivität ihres Gebäudebestandes trotz wachsender Ansprüche der Nutzer und sichern ihre Renditechancen. Doch das funktioniert nur, wenn neben der Umbaubereitschaft auch die Möglichkeit besteht, einen Umbau schnell und kosteneffizient zu realisieren. Essentielle Voraussetzung dafür ist die Verfügbarkeit exakter Bestandsdaten, die die gebaute Realität widerspiegeln.

Das aber ist keineswegs selbstverständlich. Gerade in Bezug auf älteren Baubestand liegen häufig nur noch überholte bzw. unvollständige Pläne vor, in vielen Fällen existieren gar keine Pläne mehr. Umso wichtiger ist es, mit Hilfe professioneller Architektur-Vermessung ganz schnell zu digitalen, mit moderner Software nutzbaren Daten zu kommen, die der Wirklichkeit im Gebäude hundertprozentig entsprechen. Noch im letzten Jahrzehnt gehörten Bandmaß und viel Zeit zu den unverzichtbaren Grundlagen, wenn es darum ging, ein bestehendes Gebäude korrekt zu vermessen. Inzwischen sind Bandmaß und -lot durch Lasertechnologie, Photogrammetrie und Tachymetrie ersetzt worden. Die so gewonnenen Daten können heute an die vom Planer eingesetzte Planungssoftware übergeben werden.

Die Entwicklung hin zu den heute verfügbaren, modernen Verfahren der Architektur-Vermessung verlief dabei rasant. Die Photogrammetrie beispielsweise war in den achtziger Jahren den Geodäten vorbehalten, die sich dazu noch schweren Geräts bedienen mussten. In der Tachymetrie z.B. wurde das Glasprima durch den Laserdistanzmesser ersetzt. Intelligente Software macht aus ihm einen 3-D-Sensor, mit dem das Gebäudeaufmaß für den Fachmann ohne Probleme zu bewältigen ist.

Inzwischen bestimmt zusätzlich das moderne Messverfahren des Laserscanning die Architektur-Vermessung. Während in der Photogrammetrie und der Tachymetrie einzelne Bauwerkspunkte nach individuellen Kriterien des Ingenieurs ausgewählt und erfasst werden (z.B. Gebäudeecken) tastet nun der Laserscanner rasterförmig die gesamte Oberfläche des Bauwerks ab. Aus dem Einzel-Abgriff wird das automatisierte Modellieren räumlicher Gebilde. Das eigentliche Messen der Gebäudekante findet nun im Büro des Ingenieurs statt – die Tätigkeit vor Ort kann minimiert und die Auswertung der Daten ins Büro verlagert werden.

Das effiziente Nutzen dieser neuesten Verfahren wird mitentscheidend dafür sein, ob ein Planungsbüro Aufträge z.B. im Wachstumsmarkt "Bauen im Bestand" erhalten wird oder nicht. Und auch das professionelle Facility Management wird zunehmend diese Technologien nachfragen, um den Ansprüchen heutiger und zukünftiger Gebäudenutzer unter den Aspekten der Wirtschaftlichkeit, der optimierten Marktanpassung und des Werterhalts gerecht werden zu können. Einen aktuellen Überblick über den Stand der Technik verschafft ein Besuch der ACS - Fachmesse für Computersysteme im Bauwesen - die vom 19.11. bis 21.11. 2003 auf dem Messegelände Frankfurt am Main stattfindet und auf der zahlreiche Aussteller über dieses und andere Themen informieren werden. Besonders empfehlenswert ist auch ein Besuch des ACS-Praxisforums, in dem aktuelle Themen wie z.B. die Architektur-Vermessung anwenderorientiert präsentiert werden.

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