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Krise für Baustoffproduzent Holcim Deutschland noch nicht beendet

(29.8.2010) Im ersten Halbjahr 2010 erzielte der Baustoffproduzent Holcim (Deutschland) AG einen Umsatz von 153 Mio. Euro (Vorjahr 151 Mio. Euro) und ein Bruttoergebnis von rund 46 Mio. Euro (Vorjahr 49 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern betrug minus 9 Mio. Euro (Vorjahr minus 0,354 Mio. Euro). Die Zahl der Mitarbeiter blieb mit 1.397 (Vorjahr 1.407) nahezu unverändert.

"Die Holcim Deutschland Gruppe blickt auf ein herausforderndes erstes Halbjahr 2010 zurück. Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres waren maßgeblich durch den harten Winter und damit zugleich schlechte Rahmenbedingungen für Bauprojekte geprägt. Im zweiten Quartal belebte sich dann die Nachfrage nach unseren Produkten und Serviceleistungen spürbar. Allerdings wurden die witterungsbedingten Absatzrückgänge des ersten Quartals nicht vollständig aufgeholt und in allen Bereichen zeichnete sich ein erhöhter Mengen- und Preisdruck ab. Zudem wurde das erste Halbjahr weiterhin von den Auswirkungen der Finanzkrise und einer damit einhergehenden allgemeinen Unsicherheit in den Märkten beeinflusst", erklärt Leo Mittelholzer, Vorstandsvorsitzender der Holcim (Deutschland) AG.

Trotz der leichten Aufhellung einiger gesamtwirtschaftlicher Indikatoren rechnet die Unternehmensgruppe in den kommenden Monaten nicht mit einer stärkeren Nachfrage und blickt nur verhalten optimistisch in die Zukunft. Insbesondere die öffentliche Hand wird vor dem Hintergrund leerer Haushaltskassen eher zurückhaltend agieren und könnte geplante Investitionen noch weiter kürzen. "Es gibt somit weiterhin - vor allem in der Bau- und Baustoffindustrie als konjunkturell nachlaufende Industrie - berechtigte Gründe, mit Vorsicht die derzeitige wirtschaftliche Erholung und die Auswirkungen auf unser Geschäft einzuordnen. Die Krise hat unsere Branche auch in den kommenden Monaten fest im Griff", so Mittelholzer. Für das Gesamtjahr 2010 werden deshalb keine grundlegenden Verbesserungen erwartet. Die zu erwartende Umsatz- und Ertragslage wird sich am Jahresende auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Vorjahr bewegen.

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