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Aufbruchstimmung zur Glasstec 2010

(4.10.2010) Nach wirtschaftlich schwierigen Zeiten herrscht wieder Aufbruchstimmung in der Glasbranche. Das wurde unter den 1.274 Ausstellern der weltweit bedeutenden Glasfachmesse, Glasstec, sowie der parallel und erstmals ausgerichteten Fachmesse für solare Produktionstechnik, Solarpeq, deutlich. Insgesamt besuchten rund 45.000 Fachleute die eng verzahnten Veranstaltungen. Davon gaben mehr als zwei Drittel an, sich auch für die Angebote der Solarpeq zu interessieren.

Die ausstellenden Unternehmen berichteten von zahlreichen guten Gesprächen mit hochrangigen Besuchern, die ein lukratives Nachmessegeschäft erwarten lassen. Darunter seien besonders viele internationale Kontakte gewesen. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen der Besucherbefragung zu Glasstec und Solarpeq: Weit mehr als die Hälfte der Besucher reiste aus dem Ausland an. Ein deutlicher Zuwachs konnte bei Fachleuten aus Nord- und vor allem Südamerika verzeichnet werden. Beinahe jeder zweite Besucher kam mit der Absicht, konkrete Aufträge zu erteilen oder hatte dies bereits getan.

Martin Gutmann, Präsident der Glasstec 2010 und Bundesinnungsmeister des Glaserhandwerks, bestätigt die sehr gute Stimmung der Aussteller: "Wir haben es an unserem Stand im Zentrum Handwerk selbst gespürt, aber auch von den Unternehmen der Glasindustrie und des Maschinenbaus wurde es uns berichtet: Die Messe ist wirklich gut gelaufen. Das stimmt uns sehr positiv für die kommenden Monate. Die Talsohle scheint definitiv durchschritten." Hans Werner Reinhard, Stellvertretender Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, kommentiert: "Die Glasstec hat ihre Rolle als wichtigster internationaler Treffpunkt der Glasbranche mit richtungsweisender Funktion bestätigt - und der Weg führt nun wieder nach oben. Das ist ein hervorragendes Signal für unsere Aussteller".

Zufriedenheit bei Solarpeq-Ausstellern

Die Aussteller der Solarpeq - International Trade Fair for Solar Production Equipment zeigten sich zufrieden mit der Besucherresonanz. Als vielversprechend wurde die enge Verbindung mit der Glasstec als internationale Leitmesse der Glasbranche bewertet, da dies das Erschließen neuer Zielgruppen ermögliche und den Dialog der Branchen fördere.

Das wurde vor allem zum Auftakt der Messe im Rahmen der Solarpeq-Konferenz "Solar meets Glass" deutlich, die mit knapp 200 Teilnehmern aus dem In- und Ausland die Glas- und Solarbranche weltweit an einem Tisch zusammenbrachte. Die hochkarätigen Teilnehmer äußerten sich einhellig positiv über diese Möglichkeit des Dialoges. "Es hat sich gezeigt, dass der enge Austausch zwischen Glas- und Solarbranche unabdingbar ist. Das Ziel sollte es sein, eine gemeinsame Roadmap für Produkte und Anwendungen zu definieren, von denen beide Branchen gleichermaßen profitieren. Der Anfang ist nun schon getan und es wird sicherlich nicht der letzte Austausch dieser Art gewesen sein", resümierte Dr. Harald Binder, Consultant, Chairman der SEMI PV Group sowie Conference-Chair der gemeinsam von der Solarpraxis AG und der Messe Düsseldorf organisierten Konferenz.

Über Generationen haben sich Häuslebauer unter dem Begriff "Verglasung" ganz klar die Fenster vorgestellt. Einfach-, zweifach- und inzwischen drei- oder vierfach verglast haben sich die Eigenschaften der Scheiben allerdings stark verändert. Lärm- und Temperaturisolation als markante Eigenschaften, aber auch - wenn gewünscht - Lichtundurchlässigkeit auf Knopfdruck. Jetzt wird Glas immer häufiger auch zur Fassade; als Sonnenkollektor, als Dämmstoff oder als Photovoltaik-Anlage.

Glasstec-Rahmenprogramm sehr gut angenommen

Neben der Solarpeq-Konferenz wurde auch das in diesem Jahr nochmals umfangreichere Rahmenprogramm der Glasstec sehr gut angenommen. So verbuchte die Premiere der in Kooperation mit den Technischen Universitäten Dresden und Darmstadt ausgerichteten Konferenz "engineered transparency" mit den Themen Glas, Fassade und Solar mehr als 200 Teilnehmer aus 22 Ländern.

Publikumsmagnet war wieder einmal die Sonderschau "glass technology live", die von Prof. Stefan Behling und seinem Team des Instituts für Baukonstruktion der Universität Stuttgart organisiert wurde und einen spannenden Blick in die Zukunft der energieeffizienten Nutzung von Glas warf. Besondere Attraktionen waren beispielsweise die mit 18 x 3,30 m größte Isolierglasscheibe sowie (Multifunktions-) Fassaden mit integrierter Photovoltaik, Solarthermie oder dezentraler Haustechnik:

Auch das begleitende Symposium mit über 60 Vorträgen war sehr gut besucht. Moderne Gebäudehüllen aus Glas waren ebenfalls das zentrale Thema in dem der glass technology live benachbarten FassadenCenter, das wichtige Unternehmen und Verbände zum Thema gebündelt präsentierte.

Weitere Punkte des Rahmenprogramms der Glasstec waren der Architektenkongress zum Thema "Glas ist Energie" mit über 300 Teilnehmern sowie die Glaskunstausstellung "glass art" mit der Präsentation von mehr als 300 Exponaten internationaler Künstler. Abgerundet wurde das Angebot durch ein Seminarprogramm für das Glaserhandwerk sowie den internationalen Autoglaserwettbewerb mit deutscher Vorausscheidung.

Die nächste Glasstec/Solarpeq findet im Oktober 2012 statt.

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