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Destatis: Studenten wenden 54 % ihres Einkommens für das Wohnen auf

(17.07.2026) Studierende mit eigener Haushaltsführung verwenden in Deutschland durchschnittlich 54 % ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Wohnkosten. Das geht aus den Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025 des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. In der Gesamtbevölkerung beträgt der entsprechende Anteil 24 %.

Alleinlebende Studierende wenden mit durchschnittlich 56 % einen noch höheren Anteil ihres Einkommens für das Wohnen auf als Studierende, die ausschließlich mit anderen Studierenden oder Auszubildenden zusammenleben (49 %). Insgesamt betrachtet und unbhängig von der Wohnform, liegt die Wohnkostenbelastung bei 32 % damit über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

Nach der Definition von Eurostat gelten Haushalte als überbelastet, wenn sie nach Abzug wohnungsbezogener Transferleistungen mehr als 40 % ihres verfügbaren Einkommens für Wohnkosten aufbringen müssen. Davon waren 2025 rund 65 % der Studierenden mit eigener Haushaltsführung betroffen. Bei alleinlebenden Studierenden lag der Anteil bei 66 %. Über alle Studierenden hinweg galten 28 % als wohnkostenüberlastet, in der Gesamtbevölkerung waren es 11 %.

Das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen (Median) von Studierenden mit eigener Haushaltsführung lag bei 963 Euro pro Monat. Den größten Teil ihrer Einkünfte erzielten sie aus eigener Erwerbstätigkeit (45 %). Weitere Einkommensquellen waren private Unterstützung, etwa durch Angehörige (29 %), BAföG oder Stipendien (14 %) sowie sonstige Einkünfte wie Kindergeld oder Hinterbliebenenrenten (12 %).

Hintergrund: Die Daten stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC), die seit 2020 als Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist.

 

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