Suche
Kopfbild

GEZE schafft großflächige Fensterfassade im Betonhaus Poznań

(14.09.2026) Als das „Betonhaus” im Jahr 1911 als Ausstellungshalle der Gewerbeausstellung in der Provinz Posen eröffnet wurde, galt es als technisches und architektonisches Glanzstück der Stadt. Der im klassizistisch geprägten Jugendstil errichtete Bau entstand innerhalb von nur sechs Monaten und wurde weitgehend aus Beton ausgeführt. In der sogenannten Betonhalle zeigte die „Schlesische Betonbauer-Gesellschaft”, welche Möglichkeiten der damals noch neue Baustoff bot. Mehr als 100 Jahre später wurde das Gebäude umfassend saniert und renoviert.

Das restaurierte Betonhaus Poznań öffnet sich durch das filigrane MSW-Glasschiebewandsystem von GEZE großzügig zum Wilson Park. (Bild: Fotografia Maciej Lulko / GEZE Polska) 

Rückkehr zur historischen Gebäudestruktur

Im Laufe seiner mehr als 100-jährigen Geschichte wurde das Betonhaus mehrfach umgebaut und an neue Nutzungen angepasst. Nach dem Erwerb durch einen Immobilienentwickler im Jahr 2013 entstand im Zuge der Neugestaltung des Viertels am Wilson Park der Plan, das Gebäude in seiner historischen Gestalt wiederherzustellen und als Treffpunkt mit Restaurants und Cafés zu nutzen.

Mit einer neuen Terrasse zum Wilson Park sollte das Gebäude wieder stärker zum Park geöffnet werden. Das Architekturbüro JEMS Architekci orientierte sich dabei am ursprünglichen Zustand. 1911 war die Parkseite als von Säulen gegliederte Arkadenreihe ausgeführt. Die später eingezogene, sehr hohe massive Betonaußenwand wurde entfernt und durch ein modernes Glas-Schiebetürsystem ersetzt. Die charakteristischen Säulen blieben erhalten. Nach eigenen Angaben war GEZE als einziges Unternehmen auf dem polnischen Markt dazu bereit, sich den Herausforderungen dieser Aufgabe zu stellen und eine maßgeschneiderte Lösung zu liefern.

Je nach Wetterlage lässt sich das Ganzglas-Schiebesystem im Restaurant flexibel öffnen. (Bild: Fotografia Maciej Lulko / GEZE Polska) 

Individuelles Schiebesystem für flexible Nutzung

Auf Empfehlung der GEZE-Experten entschieden sich Bauherr und Architekten für das bewegliche Glastrennwand-System MSW mit speziell entwickelten Fahrwerken. Sie ermöglichen auch bei der außergewöhnlichen Höhe und den besonderen baulichen Bedingungen einen sicheren und zuverlässigen Betrieb. Für das Betonhaus wurde das System individuell angepasst. Drei MSW-Paneele dienen zugleich als Eingangstüren. Beim Öffnen und Schließen der Glastrennwand bewegen sich die integrierten Türelemente gemeinsam mit den übrigen Paneelen.

Speziell entwickelte Fahrwerke in der Führungsschiene sichern den leichten und zuverlässigen Betrieb der hohen Glaselemente. (Bild: Fotografia Maciej Lulko / GEZE Polska) 

Zusammen mit einem Statiker von SQT Inżynieria w Budownictwie und einem Architekten von JEMS Architekci entwickelte GEZE zudem eine Stahlunterkonstruktion zur Verstärkung der bestehenden Decke. Sie stellt die notwendige Tragfähigkeit sicher und ermöglichte die Montage des neuen MSW-Schiebesystems.

Heute befindet sich in diesem Bereich des Betonhauses das Restaurant Petit Paris. Durch die geöffnete Fassade profitiert es vom direkten Bezug zum Park und vom einladenden Charakter der Terrasse. Gleichzeitig lässt sich der Außenbereich wetter- und jahreszeitenunabhängig nutzen.

Denkmalschutz verlangt dezente Technik

Während der gesamten Sanierung war die Abstimmung mit dem Denkmalpfleger erforderlich. Seine Zustimmung war für die einzelnen Bauphasen notwendig, um den historischen Charakter des Gebäudes zu bewahren und zugleich Anforderungen an Barrierefreiheit und Brandschutz umzusetzen. Für die Genehmigung der Lösung mit dem GEZE MSW-System spielte vor allem dessen zurückhaltende Optik eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen können per E-Mail an GEZE angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Impressum | Datenschutz | © 1997-2026 BauSites GmbH