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Historisches Glasatelier in Paris: Neue Verglasung erreicht Wärmeschutzstandard

(20.3.2026) Das Art-Déco-Glasatelier aus den 1930er Jahren, das das ehemalige Designstudio von Wilmotte & Industries in der Rue de Charonne 59 im 11. Pariser Arrondissement prägt, hat eine umfassende Transformation erfahren: Mit großem technischem Aufwand wurde das Gebäude sowohl thermisch als auch akustisch auf den neuesten Stand gebracht, ohne die ursprüngliche Stahl-Glas-Struktur zu verändern.

Zustand der Verrière vor der Sanierung: Die originale Stahl-Glas-Konstruktion aus den 1930er Jahren entsprach nicht mehr den aktuellen energetischen Anforderungen. (Bild: Wilmotte & Associés Architectes) 

Sanierung im Bestand

Die filigrane Art-déco-Fassade aus Glas und Metall galt als erhaltenswert, erfüllte jedoch weder aktuelle Wärmeschutz- noch Schallschutzanforderungen. Die Eigentümergemeinschaft entschied sich daher für eine Lösung, bei der die bestehende Unterkonstruktion weiterverwendet werden konnte. „Da die Eigentümergemeinschaft das historische Erscheinungsbild bewahren wollte, haben wir die T-Metallträger der Unterkonstruktion saniert und mit Fineo-Verglasung ausgestattet, die perfekt kompatibel ist”, erklärt Georges Kallas, leitender Architekt bei Wilmotte & Associés.

Außenansicht der sanierten Verrière mit erhaltener Stahlstruktur und neuer Verglasung. (Bild: Fineo by AGC) 

Schlanke Verglasung mit hohen Leistungswerten

Zum Einsatz kam Fineo 8, laminiert mit 4 mm klarem Einscheiben-Sicherheitsglas. Die Verglasung weist einen vakuumierten Zwischenraum von lediglich 0,1 mm zwischen zwei Glasscheiben auf. Dadurch wird ein Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) bei einer Gesamtdicke von 6,7 mm erreicht. „Die zentrale Innovation der Fineo-Verglasung liegt in dem versiegelten, vakuumierten Raum von nur 0,1 mm Dicke zwischen zwei Glasscheiben”, erläutert Clément Lemoine, Produktmanager und Marktstratege von Fineo by AGC. „Dieser außergewöhnlich kleine Vakuumzwischenraum reduziert den Wärmeaustausch zwischen den beiden Scheiben drastisch.”

Bei größeren Scheibenformaten mit Abmessungen von über 40 × 150 cm wurden keramische Warme-Kante-Abstandhalter eingesetzt. Diese erhöhen den Schutz vor Glasbruch sowie vor äußeren Einwirkungen.

Blick in den Innenraum nach der Sanierung: Tageslichteintrag bei gleichzeitig verbessertem Wärmeschutz. (Bild: Fineo by AGC) 

Akustik und Haltbarkeit

Neben der Wärmedämmung verbessert die neue Verglasung auch den Schallschutz. Der Schalldämmwert Rw beträgt in der Standardausführung 36 dB und erreicht in der Verbundglasausführung mit Stratophone von AGC bis zu 45 dB. Clément Lemoine ergänzt: „Unsere Labortests bestätigen eine thermische und akustische Integrität von über 60 Jahren. Für das sorgfältig erneuerte Glasatelier in der Rue de Charonne in Paris bedeutet das eine lange und schöne Zukunft.”

Die Vakuum-Isolierverglasung Fineo by AGC hat die CE-Kennzeichnung und allgemeiner Bauartgenehmigung (aBG) des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt). Zudem liegt eine Umweltproduktdeklaration in der INIES-Datenbank vor. In der Low-Carbon-Version werden CO₂-Werte von bis zu 18,9 kg/m² ausgewiesen.

Detailansicht der Dachstruktur mit integrierter Vakuumisolierverglasung. (Bild: Fineo by AGC) 

Umsetzung durch spezialisierten Metall- und Glasbau

Die Ausführung der Arbeiten übernahm das französiche Traditionsunternehmen Verre & Métal. Die Montage erfolgte unter Berücksichtigung der bestehenden Geometrien, um Eingriffe in die historische Substanz zu vermeiden.

Kontakt

Weitere Informationen können per  E-Mail an Fineo by AGC angefordert werden.

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