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Studie: Mehr KMU planen Investitionen in energetische Sanierungen

(08.06.2026) Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland wollen in die energetische Modernisierung ihrer Gebäude investieren. Das zeigt die aktuelle Marktuntersuchung „Monitor zur Energiewende 2025 bei kleinen und mittleren Unternehmen” von Sirius Campus. Demnach plant die Hälfte der Unternehmen mit selbstgenutzten Immobilien innerhalb der kommenden fünf Jahre mindestens eine energetische Sanierungsmaßnahme.

Laut Studie verfügen 75 % der nach Wirtschaftskraft gewichteten Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen über eine selbstgenutzte Immobilie. Von diesen plant jedes zweite Unternehmen (50 %) energetische Sanierungen. Im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei 45 %. Besonders hoch ist das Interesse bei Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten sowie bei Betrieben mit hohem Energieverbrauch.

Die geplanten Investitionen liegen im Durchschnitt bei rund 130.000 Euro pro Unternehmen, wobei die Höhe stark von der Unternehmensgröße abhängt. Etwa ein Viertel der Kosten soll über Kredite finanziert werden.

Photovoltaik bleibt wichtigste Maßnahme

Auch die bereits umgesetzten Maßnahmen zeigen eine steigende Aktivität. Rund 18 % der KMU haben in den vergangenen fünf Jahren mindestens eine energetische Sanierung durchgeführt. 2023 lag dieser Anteil bei 17 %.

Am häufigsten investierten Unternehmen in Photovoltaikanlagen (15 %), gefolgt von Wärmedämmungen (10 %) und effizienteren Heizungsanlagen (7 %). Systeme zur regenerativen Warmwasserbereitung spielen bislang mit 2 % eine untergeordnete Rolle.

Potenzial für Energy Sharing

Im Bereich Stromerzeugung und Stromeinsparung planen 31 % der Unternehmen mit selbstgenutzten Immobilien konkrete Investitionen. Besonders gefragt sind Photovoltaikanlagen (61 %), Stromspeicher (50 %) und Wallboxen (47 %). Energiemanagementsysteme stehen bei 31 % der Investitionsplaner auf der Agenda.

„Die neuen Chancen durch regionales Energy Sharing werden erst jetzt mit Wirksamkeit ab 1. Juni allmählich greifbar. Mit sinkenden Preisen für Stromspeicher und passenden Räumlichkeiten können viele Unternehmen nun auch im Zusammenschluss mit benachbarten Unternehmen ihre Stromversorgung optimieren”, gibt Dr. Oliver Gaedeke, Gründer und Geschäftsführer von Sirius Campus, zu bedenken.

Wärmepumpen gewinnen weiter an Bedeutung

18 % der KMU planen den Austausch oder die Modernisierung ihrer Heizungsanlage. Von diesen ziehen mittlerweile 85 % Wärmepumpen oder andere förderfähige Technologien auf Basis erneuerbarer Energien in Betracht. Vor vier Jahren lag dieser Anteil noch bei 33 %.

„Auffallend sind die breit gestreuten Präferenzen für unterschiedliche Technologien. Das spricht für ein intensives Informationsverhalten und einen elaborierten Entscheidungsprozess. In solchen Märkten gewinnen Herstellermarken und ihre spezifischen Vorteilspositionierungen an Bedeutung”, erläutert Dr. Oliver Gaedeke. Für die Studie wurden im September 2025 insgesamt 574 Interviews mit Investitionsverantwortlichen aus kleinen und mittleren Unternehmen geführt.

Der „Monitor zur Energiewende 2025” ist hier als PDF-Direktdownload verfügbar.

 

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