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Thermische Trennung ermöglicht außergewöhnliche Ellipsen-Architektur

(09.09.2026) Beim Erweiterungsbau des Gesundheitszentrums Comed in St. Wendel stellte eine außergewöhnliche Architektur hohe Anforderungen an Statik und Bauphysik. Mit dem tragenden Wärmedämmelement Schöck Sconnex W konnte die thermische Trennung der markanten Voutenträger ohne zusätzliche Flankendämmung realisiert werden.

Visualisierung des fertigen Gesundheitszentrums mit dem markanten elliptischen Mittelbau.
(Bild: Icura Immobilien GmbH / Angel)
 

Architektonisches Highlight mit schwebender Wirkung

Der Neubau des Gesundheitszentrums Comed in St. Wendel umfasst drei Gebäudeteile mit insgesamt rund 4.700 m² Büro-, Praxis- und Gewerbeflächen. Mittelpunkt des Ensembles ist ein elliptisch geformtes Verbindungsgebäude mit rund 300 m² Nutzfläche, das über einem offenen Erdgeschoss zu schweben scheint. Getragen wird das Obergeschoss von acht ausladenden Stahlbeton-Voutenträgern, die lediglich auf ihrer Innenseite im Boden verankert sind. Verglaste Laufbrücken verbinden das Gebäude mit den beiden Hauptbaukörpern.

Die Planung stammt von Architekt Guido Angel, der zugleich als Bauherr fungiert. Ziel war eine filigrane Zwei-Scheiben-Optik mit möglichst geringer Bauteilstärke, um den schwebenden Eindruck der Ellipse zu verstärken. Auf eine außenliegende Flankendämmung sollte daher bewusst verzichtet werden.

Schalung und Bewehrung des gebogenen Voutenträgers während der Herstellung.
(Bild: Kloos-Bau GmbH / Rodens)
 

Thermische Trennung ohne Flankendämmung

Die frei bewitterten Voutenträger durchbrechen die Wärmedämmebene der von unten gedämmten Stahlbetondecke. Gleichzeitig mussten erhebliche Horizontalkräfte sicher in die Deckenkonstruktion eingeleitet werden.

Die Lösung bestand im Einsatz des tragenden Wärmedämmelements Schöck Sconnex W, das Stahlbetonwände thermisch trennt und gleichzeitig Lasten überträgt. Durch die integrierte Wärmedämmung konnte vollständig auf eine zusätzliche Flankendämmung verzichtet werden. Zudem ist das Bauteil Passivhaus-zertifiziert. Tragwerksplaner Jürgen Haßdenteufel erläutert: „Sconnex W war das einzige Zwischenbauteil am Markt, das sowohl die statischen wie die bauphysikalischen Anforderungen dieses Projekts erfüllte.” Die Horizontalkräfte der Voutenträger werden dabei über die Anzahl der eingesetzten Elemente gezielt in die Stahlbetondecke eingeleitet.

Blick in die Schalung mit eingebauten Schöck-Sconnex-W-Elementen vor dem Betonieren.
(Bild: Kloos-Bau GmbH / Rodens)
 

Komplexe Ausführung auf der Baustelle

Auch die Umsetzung stellte hohe Anforderungen an das ausführende Bauunternehmen Kloos Bau. Die mehr als 5 m hohen, freistehenden Voutenträger mussten in zwei Betonierabschnitten hergestellt werden, um eine vollständige und kraftschlüssige Einbindung der Sconnex-W-Elemente sicherzustellen. Nach Angaben des Bauunternehmens wurden die Träger zunächst bis auf etwa 4,80 m betoniert. Nach dem Setzen des Betons erfolgte die zweite Betonage. Insgesamt kamen 82 Schöck Sconnex W in den 8 Voutenträgern zum Einsatz. Anschließend konnte die Schalung der Betondecke vorbereitet werden.

Dank der symmetrischen Anordnung sind die Horizontalkräfte, die über die Voutenträger in die Betondecke eingeleitet werden, im Gleichgewicht. Wichtig war die kraftschlüssige Verbindung von Schöck Sconnex W und der Decke. Nach Aushärten des Betons konnten die Abstützungen entfernt werden. (Bild: Kloos-Bau GmbH / Rodens) 

Zusätzliche Herausforderung war die äußerst dichte Bewehrung. Anhand der Verlegepläne wurden die Positionen der Wärmedämmelemente exakt vorab markiert, damit diese auf die Bewehrung aufgesteckt werden konnten und die statischen Anforderungen erfüllt blieben. Patrick Rodens, Geschäftsführer der Kloos Bau-GmbH, resümiert: „Auch Sconnex W ist ein durchdachtes Produkt, das ich auf jeden Fall wieder verwenden würde.”

Projektinformationen

Weitere Informationen können per E-Mail an Schöck angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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