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GEZE: Vernetzte Gebäudetechnik in historischer Bausubstanz

(16.09.2026) Die Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude stellt besondere Anforderungen an Planung und Gebäudetechnik. Neben dem Erhalt der Bausubstanz müssen unter anderem Barrierefreiheit, Brandschutz, Energieeffizienz und Nutzerkomfort berücksichtigt werden. Ein Beispiel dafür ist die Umnutzung der ehemaligen Hogere Burgerschool im niederländischen Kampen zu einem Wohn- und Pflegekomplex.

Bei der Sanierung der ehemaligen Hogere Burgerschool (HBS) im niederländischen Kampen wurden die Anforderungen des Denkmalschutzes und moderne Gebäudetechnik von GEZE in Einklang gebracht.
(Bild: GEZE Benelux B.V.)
 

Technische Lösungen für den Bestand

Historische Gebäude verfügen häufig über individuelle Bauteile, unterschiedliche Fenstergeometrien und denkmalrechtliche Vorgaben. GEZE unterstützte deshalb bereits in einer frühen Projektphase bei der Entwicklung eines technischen Gesamtkonzepts. Gemeinsam mit Architekten, Fachplanern und ausführenden Unternehmen wurden Tür- und Fensterlösungen ausgewählt, angepasst und in die bestehende Gebäudestruktur integriert.

Besondere Anforderungen ergaben sich durch die charakteristischen Rundbogenfenster. Viele der Fenster liegen in großer Höhe und wären für die künftigen Bewohner ohne technische Unterstützung nur schwer erreichbar gewesen. Gleichzeitig sollte die historische Fensterarchitektur unverändert bleiben. Zum Einsatz kamen daher schlanke Fensterantriebe vom Typ Slimchain. Auch die Leitungsführung wurde objektspezifisch angepasst. Die Fenster sind heute in das KNX-basierte Gebäudemanagement eingebunden und können automatisiert oder manuell gesteuert werden. Dabei lassen sich unter anderem Temperatur, Luftqualität und individuelle Lüftungsszenarien berücksichtigen.

Über die Einbindung in das KNX-basierte Gebäudemanagement lassen sich individuelle Lüftungsszenarien flexibel steuern sowie Temperatur- und Luftqualitätswerte vollautomatisch berücksichtigen. (Bild: GEZE Benelux B.V.) 

Türtechnik unterstützt Barrierefreiheit

Auch die Türtechnik wurde auf die Anforderungen der Wohn- und Pflegeeinrichtung abgestimmt. Automatische Drehtürantriebe erleichtern Bewohnern, Besuchern und Pflegepersonal den Zugang. Servo-Unterstützung, Hinderniserkennung und automatische Reversierung sollen dabei Komfort und Sicherheit erhöhen. Ergänzt wird die Lösung durch motorische Verriegelungen und die Einbindung in die Gebäudeautomation. Die automatisierte Fenstertechnik übernimmt zudem Aufgaben bei der natürlichen Lüftung und ist Bestandteil des Rauch- und Wärmeabzugs.

Ganzheitliche Planung als Grundlage

Bei anspruchsvollen Sanierungen reicht die Auswahl einzelner Produkte häufig nicht aus. GEZE begleitete das Projekt daher von der ersten Beratung über die technische Fachplanung bis zur Inbetriebnahme. Die kontinuierliche Abstimmung soll die Koordination der beteiligten Gewerke erleichtern und Planungssicherheit schaffen. Das Beispiel in Kampen zeigt, wie sich historische Anforderungen mit moderner Gebäudetechnik verbinden lassen, ohne den Charakter des Bestandsgebäudes wesentlich zu verändern.

Weitere Informationen können per E-Mail an GEZE angefordert werden.

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