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Flora Immlers Visionen zum Japanbad

(08.10.2026) Flora Immler, Gründerin des Studio Ukiyo, hat gemeinsam mit TOTO ein Gestaltungskonzept für ein modernes, japanisch inspiriertes Badezimmer entwickelt. Im Mittelpunkt stehen natürliche Materialien, reduzierte Gestaltung, gezielte Lichtführung und das Bad als Rückzugsort.

Vision eines modernen Japanbades mit einem Dusch-WC und Waschtischen von TOTO. (Bild: TOTO/Studio Ukiyo) 

Reduktion und bewusste Raumgestaltung

Ausgangspunkt des Konzepts sind Gestaltungselemente, die mit japanischer Architektur und Innenraumgestaltung verbunden werden. Holz, Stein, Kalk- und Lehmputz sowie Washi-Papier werden mit warmen Naturtönen und indirekter Beleuchtung kombiniert. Materialwechsel, Podeste und unterschiedliche Lichtstimmungen gliedern den Raum. Ein wichtiges Prinzip ist das japanische „Ma”, also die bewusste Gestaltung und Nutzung von Freiräumen. „In Japan hat auch der leere Raum eine Funktion. Dieses Prinzip des ,Ma’ prägt meine Arbeit sehr stark”, erläutert Flora Immler.

Japanbad: Das Konzept entstand in Zusammenarbeit von Studio Ukiyo und TOTO.
(Bild: TOTO/Studio Ukiyo)
 

Das Bad als Rückzugsort

Im Konzept wird der Zugang zum Bad als Übergang vom Alltag in einen ruhiger gestalteten Bereich inszeniert. Sichtachsen zum Außenraum, Tageslicht und der Blick ins Grüne sollen die Verbindung zur Umgebung herstellen. Nach Ansicht von Immler ist die Umsetzung solcher Prinzipien nicht an eine bestimmte Raumgröße gebunden. Auch in kleinen Badezimmern können durch Zonierung, Materialwahl und Licht unterschiedliche Bereiche und eine räumliche Tiefe geschaffen werden. „Ein Badezimmer sollte ein Ort sein, an dem man entschleunigt”, sagt Immler. Dabei komme es weniger auf einzelne Gestaltungselemente als auf das Zusammenspiel von Licht, Materialien, Proportionen und Raumstruktur an.

Japanisches Baderitual als Grundlage

Das Konzept greift auch das traditionelle japanische Baderitual auf. Dabei steht zunächst die gründliche Reinigung unter der Dusche, bevor das eigentliche Bad beginnt. Das warme Wasser der Badewanne dient anschließend der Entspannung und Regeneration. TOTO bringt diese Idee mit verschiedenen Badewannen und Technologien wie „Zero Dimension” in Verbindung. Auch das Washlet, das Dusch-WC des Herstellers, wird als Bestandteil des modernen japanischen Badezimmers dargestellt. In Japan verfügen laut TOTO rund 75 % der privaten Haushalte über ein Dusch-WC.

Inspiriert von der japanischen Badkultur wird die Badewanne – hier ein Modell von TOTO – zum Ort der Regeneration. (Bild: TOTO/Studio Ukiyo) 

Gestaltung unabhängig von der Raumgröße

Für Flora Immler entsteht die Qualität eines japanisch inspirierten Badezimmers vor allem durch Reduktion und eine abgestimmte Planung. Wenige Elemente, natürliche Materialien und eine gezielte Lichtführung sollen auch auf kleinen Flächen ein ruhiges Raumgefühl ermöglichen. 

Als zentrale Planungsempfehlungen nennt Immler eine bewusste Reduktion der Gestaltung, warmes und indirektes Licht, natürliche Materialien sowie die gezielte Gestaltung von Übergängen. Auch Komfort und Funktion sollten ganzheitlich betrachtet werden. „Oft gewinnt ein Bad enorm, wenn man reduziert und klar priorisiert”, betont die Innenarchitektin. Ergänzend können hochwertige Sanitärprodukte wie ein Dusch-WC in das Gesamtkonzept integriert werden.

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