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TOTO systematisiert Universal Design als Planungsprinzip für inklusive Sanitärarchitektur

(05.05.2026) TOTO verfolgt Universal Design (UD) als grundlegendes Planungsprinzip für Sanitärprodukte und -räume. Ziel ist es, Sanitärräume so zu gestalten, dass sie unabhängig von Alter, Geschlecht, körperlichen Fähigkeiten oder gesundheitlichen Einschränkungen möglichst vielen Menschen zugänglich, verständlich und komfortabel nutzbar sind. Dafür hat das Unternehmen seinen Ansatz im Universal Design Studio systematisiert.

Vom japanischen Stararchitekten und Pritzker-Preisträger Shigeru Ban gestaltet, sind die Toilettenpavillons bei Nichtnutzung transparent. (Bild: TOTO / Satoshi Nagare) 

Interdisziplinäre Planung auf Basis realer Nutzungssituationen

Im Universal Design Studio arbeiten Fachleute aus Design, Architektur, Technik, Produktentwicklung und Anthropometrie zusammen. Entscheidungen basieren laut TOTO auf praktischen Tests mit unterschiedlichen Nutzergruppen, um Orientierung, Bewegungsabläufe, Bedienlogik und Sicherheit im Alltag zu prüfen. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass Sanitärräume sowohl im Privatbad als auch in hochfrequentierten öffentlichen Bereichen funktionieren. Seit den 1960er-Jahren entwickelt TOTO Sanitärlösungen mit Fokus auf Menschen mit Einschränkungen. Heute werden daraus Gestaltungsempfehlungen für vielfältige Zielgruppen abgeleitet – darunter ältere Menschen, Familien, Personen unterschiedlicher Geschlechtsidentität, Menschen mit Behinderungen sowie Stomapatienten. 

Matthias Kortenhorn, Verkaufsleiter Nord-West Deutschland & Senior Sales Manager bei TOTO Europe, erklärt: „Universal Design ist kein Nischenthema, sondern eine zentrale Planungsaufgabe unserer Zeit.”

Innenansicht der Miyajima Omotenashi Toilet. (Bild: TOTO) 

Tokyo Toilet Project: Öffentliche Infrastruktur als Gestaltungsaufgabe

Ein zentrales Praxisbeispiel ist das Tokyo Toilet Project im Bezirk Shibuya. Zwischen 2020 und 2024 entstanden dort 17 öffentliche Toilettenstandorte, gestaltet von 16 internationalen Architektinnen und Architekten, darunter Tadao Ando, Toyo Ito und Shigeru Ban. TOTO begleitete das Projekt als Berater und Ausstatter. Ziel war es, öffentliche Toiletten funktional, architektonisch und sozial neu zu definieren. Für den Osaka Healthcare Pavillon der Expo 2025 entwickelte TOTO als offizieller Partner barrierefreie Sanitärräume gemeinsam mit 22 Personen mit unterschiedlichen Einschränkungen. Ausstattung und Raumaufteilung wurden im Technical Center anhand maßstabsgetreuer Modelle getestet und optimiert. TOTO beschreibt Universal Design nicht als Zusatzfunktion, sondern als dauerhaftes Grundprinzip für die Planung moderner Sanitärarchitektur. Im Mittelpunkt stehen Teilhabe, Selbstständigkeit, Orientierung und die Berücksichtigung realer Alltagsanforderungen in privaten wie öffentlichen Räumen.

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