Umfrage: Kriterien bei der Heizungswahl
(12.10.2026) Bei der Anschaffung einer neuen Heizung zählen für Hausbesitzer vor allem die Kosten. 64,5 % achten auf die Anschaffungskosten, 53,2 % auf Betriebs- und Wartungskosten. Bei Besitzern von Pelletheizungen stehen dagegen die laufenden Kosten und der Anteil erneuerbarer Energien stärker im Vordergrund. Das zeigt eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts (DEPI).
Kosten unterschiedlich gewichtet
Anschaffungs-, Betriebs- und Wartungskosten gehören zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl einer neuen Heizung. Im Gegensatz zum Durchschnitt werden von Besitzern einer Pelletheizung die Betriebs- und Wartungskosten häufiger an erster Stelle genannt, während die Anschaffungskosten etwas seltener den Ausschlag geben.
Ein Grund dafür könnten die bislang vergleichsweise hohen staatlichen Zuschüsse für Pelletheizungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sein, dazu gibt das Deutsche Pelletinstitut weitere Förderinformationen. Seit Sommer 2026 gelten niedrigere Fördersätze. Der Klimageschwindigkeitsbonus für einen schnellen Heizungstausch wurde von 20 auf 16 % reduziert und soll bis 2028 schrittweise weiter sinken.
Bei den laufenden Kosten können Pellets Vorteile bieten. Laut Angaben des Deutschen Pelletinstituts waren in den vergangenen 10 Jahren Holzpellets im Durchschnitt mindestens 25 % günstiger als Heizöl und 31 % günstiger als Erdgas. Zudem entwickelten sich die Pelletpreise deutlich stabiler als die Preise fossiler Energieträger.
Erneuerbare Wärme gewinnt an Relevanz
Auch die Zukunftsfähigkeit einer Heiztechnologie spielt für viele Eigentümer eine wichtige Rolle. Für 36,3 % der Hausbesitzer ist sie ein maßgebliches Entscheidungskriterium. Bei Besitzern von Pelletheizungen sind es 39,8 %. Beim Anteil erneuerbarer Energien fällt der Unterschied noch deutlicher aus. 39 % der Pelletheizer bewerten diesen Aspekt als wichtig. Unter den Hausbesitzern insgesamt liegt der Anteil bei 20,6 %. Laut Erhebung der AGEE-Stat 09/2025 der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik am Umweltbundesamt (AGEE-Stat) stellt Holz mehr als 60 % der Erneuerbaren Wärme in Deutschland.
Sicherheit durch regionalen Energieträger
Neben den finanziellen Aspekten bietet das Heizen mit Pellets eine verlässliche Versorgung. Holzpellets werden überwiegend aus Reststoffen der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Der Rohstoff steht langfristig in ausreichender Menge zur Verfügung und kann die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verringern.
Umfrage-Methodik
Civey hat im Auftrag des Deutschen Pelletinstituts vom 4. Februar 2026 bis 2. März 2026 online 5.000 Bundesbürger ab 18 Jahren, darunter 2.500 Hausbesitzer und 500 Hausbesitzer mit Pelletheizung, befragt. Die Ergebnisse sind durch Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ. Der statistische Fehler liegt beim jeweiligen Gesamtergebnis zwischen 2,5 % und 10,4 %.
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