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Drees & Sommer veröffentlicht Workspace Benchmark Report 2026/27

(20.10.2026) Derzeit kehren die Menschen wieder schrittweise zurück ins Büro. Das ist ein Ergebnis des Drees & Sommer Workspace Benchmark Reports 2026/27. Demnach schätzt ein Großteil der Befragten die Auslastung ihrer Flächen auf 61 bis 70 %. 

Workspace Benchmark Report 2026/27 (Bild: Drees & Sommer SE) 

Der Workspace Benchmark Report 2026/27 ist bereits die 4. Studie von Drees & Sommer zum Thema Arbeitswelten. Im Vergleich zur Befragung 2023/24 hat sich das Auslastungsniveau nahezu verdoppelt und liegt nun bei rund 70 %. Im Branchenvergleich schätzt die Immobilienbranche die Auslastung ihrer Flächen sogar auf bis 80 % ein. 

Dennoch bleibe mobiles Arbeiten ein fester Bestandteil der Arbeitsrealität. So gehören zwei bis drei Homeoffice-Tage pro Woche für 69 % der Befragten zum Arbeitsalltag. Wer bis zu vier Tage mobil arbeiten kann, nutzt dieses Angebot in der Regel auch. Anders sieht es hingegen bei voller Freiheit aus: Von denjenigen, die an fünf Tagen von zu Hause aus arbeiten dürften, bleibt die größte Gruppe nur an drei Tagen dort. Mitarbeiter treffen sich eher zu Meetings und Workshops, arbeiten gemeinsam an Projekten und tauschen sich direkt mit Kollegen aus. Daher sind entsprechende Flächen für Teamarbeit, Telefonate und kurze Abstimmungen sowie Orte für ungeplante Begegnungen gefragt.

Sven Mylius, Associate Partner und Experte für New-Work-Konzepte bei der Drees & Sommer: „Menschen kommen heute nicht mehr ins Büro, um ungestört ihre Aufgaben abzuarbeiten. Sie kommen, weil es einen konkreten Anlass gibt und das Nutzererlebnis überzeugt. Damit wandelt sich die Rolle des Büros: Es wird zunehmend zum sozialen und kollaborativen Mittelpunkt der Arbeitswelt. Gleichzeitig bleibt es ein wichtiger Ankerpunkt für Mitarbeitende.”

Attraktive Büros besser ausgelastet

Wie gut Büroflächen ausgelastet sind, hängt auch von ihrer Attraktivität ab: Als sehr attraktiv bewertete Büros sind im Schnitt zu 63 % belegt, als nicht attraktiv bewertete nur zu 48 %. Die Befragten wünschen sich modernere Gebäude und Arbeitswelten, die je nach Tätigkeit den passenden Ort bieten: Rückzugsräume zum Konzentrieren, Bereiche für kreative Zusammenarbeit und Zonen für den informellen Austausch. Auch Medientechnik steht weit oben auf der Liste. „Attraktivität ist längst keine reine Gestaltungsfrage mehr. Moderne Arbeitswelten müssen funktional überzeugen, technisch zuverlässig funktionieren und Beschäftigten einen spürbaren Mehrwert bieten. Dann füllen sich die Flächen auch”, erklärt Sven Mylius.

Insgesamt stuften rund 72 % der Befragten ihre Büros als attraktiv bis sehr attraktiv ein. Bei der Medientechnik zählt, wie konsequent Unternehmen ihre Räume ausstatten: Wo höchstens jeder vierte Besprechungsraum über Videotechnik verfügt, sind nur 39 % der Befragten damit zufrieden. Sind es mindestens drei von vier Räumen, steigt der Wert auf 75 %. Ein Raum sollte innerhalb von 30 Sekunden startklar sein. Wer die Wartezeit vor Meetings deutlich verkürzt, spare pro Tag mehrere Tausend Euro.

Führung schafft Arbeitswelten

Neue Räume allein ändern wenig. 92 % der Befragten sehen Führungskräfte als zentralen Erfolgsfaktor für neue Arbeitswelten. Knapp 80 % trauen der Arbeitsumgebung einen hohen Einfluss auf die Unternehmenskultur zu, besonders auf die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg. Von Vorgesetzten werden klare Zielbilder und Vorbildfunktion erwartet. „Neue Arbeitswelten entstehen nicht durch Möbel oder Grundrisse. Entscheidend ist, dass Führungskräfte die gewünschten Verhaltensweisen vorleben und Orientierung geben. Erst dann können Räume ihr volles Potenzial für Zusammenarbeit, Kultur und Innovation entfalten”, betont der Arbeitswelten-Experte.

Weniger Fläche, mehr Qualität

Obwohl insgesamt wieder mehr Menschen ins Büro kommen, rechnen 54 % der Befragten damit, dass die Fläche pro Arbeitsplatz sinkt. Lediglich 11 % erwarten einen höheren Flächenbedarf. Besonders ausgeprägt ist der Trend zur Flächenreduktion in der Infrastruktur-Branche. 68 % der Befragten rechnen hier damit, dass ihre Unternehmen Flächen abbauen. Ein wichtiges Werkzeug für die Flächenreduktion bleibt Desksharing. So teilen sich 75 % der Studienteilnehmer ihre Arbeitsplätze ganz oder in Teilbereichen.

Daten und Technik vs. Umsetzung

Um zu wissen, wie einzelne Flächen genutzt werden, braucht es Daten. So berichten 63 % der Befragten, dass ihr Unternehmen Space Analytics einsetzt. Das datengestützte Analysetool erfasst die Flächennutzung in Büros und hilft, diese zu verbessern. Dabei analysieren 85 % der Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern ihre Flächen datengestützt, bei Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind es 38 %. Meist beschränkt sich die Analyse aber auf Buchungssysteme. Sensoren oder Bewegungsanalysen nutzen bislang nur wenige. „Wer Nutzungsdaten systematisch auswertet und in Entscheidungen überführt, kann Flächen, Investitionen und Arbeitsangebote gezielter weiterentwickeln. Das spart nicht nur Kosten, sondern macht auch den Bedarf der Nutzer:innen sichtbar”, betont Sven Mylius.

Der Workspace Benchmark Report 2026/27 steht via dreso.com/workspace-benchmark-report-2026 zum kostenfreien PDF-Download zur Verfügung.

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