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Londoner Luxuswohnungsmarkt scheint einzubrechen

(30.7.2018; pte) Aktuelle Daten des Marktbeobachters Molior London lassen den Schluss zu, dass der Luxuswohnungsmarkt in London zunehmend einbricht. Aufgrund sinkender Nachfrage von privater Seite seien im zweiten Quartal 2018 knapp 40% der neuen Luxuswohnungen in Massenverkäufen an kommerzielle Käufer gegangen. Die Unternehmen, die damit meist ein Portfolio an Mietwohnungen aufbauen, erhalten dabei teils ansehnliche Rabatte.

Rabatte statt Privatkäufe

Die Privatkäufe neuer Luxuswohnungen in brischen Hauptstadt sind im zweiten Jahresviertel um rund ein Drittel auf 3.142 zurückgegangen. Doch eine steigende Zahl an Massenkäufen maskiert den anhaltenden Rückgang bei Privatkäuen, so Molior London. Im zweiten Quartal sind bereits 2.008 Neubauten und damit 39% an gewerbliche Käufer gegangen. „Zehn bis 15 Prozent wären völlig normal, 20 bis 30 Prozent sind selten aber möglich“, heißt es seitens des Marktbeobachters.

Die meisten der Massenverkäufe gingen an sogenannte „Build-to-Rent“-Anbieter, welche die Wohnungen in ihrem Portfolio dann vermieten. Dazu zählen unter anderem die US-Gruppe Greystar, der London and Quadrant Housing Trust sowie die Fondsgesellschaft M&G. Patrick Bergen, CEO des Wohnbauunternehmens Crest Nicholson, hatte anlässlich eines Verkaufs von 69 Eigenheimen im Juni betont, dass ein Massenverkauf mit Rabatt unverkaufte Fertigbauten vermeidet und im allgemeinen positiv zum EBIT beträgt, wenn auch nicht mit der ursprünglich geplanten Marge.

Möglicher Schneeballeffekt

Der steigende Anteil der Massenverkäufe am Londoner Luxuswohnungsmarkt könnte aber noch gröbere Auswirkungen haben. Ein Analyst, der ungenannt bleiben will, warnt gegenüber der „Financial Times“ vor einem möglichen Schneeballeffekt. „Wenn mehr davon durchkommt, wird es für den Rest des Marktes offensichtlich und löst weitere Verkäufe aus“, warnt er. Dabei verweist er auf Anbieter, die angesichts der schlechten Marktsituation bislang eigentlich abwarten wollten, statt ihre Immobilien abzustoßen.

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