Baulinks -> Redaktion  || < älter 2018/1755 jünger > >>|  

vdp-Index: Immobilienpreise im III. Quartal „nur“ um 7,3% im Vorjahresvergleich gestiegen

(12.11.2018) Auch im dritten Quartal 2018 setzte sich der Preisanstieg auf dem deutschen Immobilienmarkt fort: Der auf Basis echter Transaktionsdaten ermittelte Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) legte im Vergleich zum Vorjahresquartal aber „nur noch“ 7,3% zu - nach Anstiegen von 8,3% im zweiten Quartal und 8,8% im ersten Quartal.

Wohnimmobilien verteuerten sich im Bundesdurchschnitt um 7,4% im Vergleich zum III. Quartal des Vorjahres. Zu dieser Entwicklung trugen Mehrfamilienhäuser mit einem Preisanstieg von 6,8% bei, selbst genutztes Wohneigentum verteuerte sich um 8,1%. Die Top 7-Wohnungsmärkte zeigten mit einem Preisanstieg von 8,8% dabei erwartungsgemäß eine höhere Dynamik als der Gesamtmarkt.

Die starken Bevölkerungszuwächse der vergangenen Jahre vor allem in den Metropolen und Schwarmstädten Deutschlands führten bekannterweise zu einer weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum. Jedoch erscheint die Diskrepanz zwischen den Wachstumsraten der Top 7-Märkte und dem Gesamtmarkt weniger ausgeprägt zu sein als noch in den Vorquartalen. Dies lässt sich insbesondere darauf zurückführen, dass auch die Ballungsräume außerhalb der Top 7-Städte mittlerweile hohe Preissteigerungen erreicht haben, während es für die Top 7 Anzeichen für ein Abflachen des Wachstums gibt.


  

Die Preise für gewerbliche Immobilien sind im dritten Quartal um 6,8% gestiegen. Hier bestimmte erneut die Nachfrage nach Büroimmobilien das Geschehen. Der entsprechende Preisindex legte um 9,6% zu. Deutlich verhaltener entwickelten sich die Preise für Einzelhandelsimmobilien, die sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5% verteuerten.

2018 leichtes Abflachen der Dynamik

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Preisentwicklung damit unverändert aufwärtsgerichtet. Gleichzeitig ist im Jahresverlauf 2018 ein leichtes Abflachen der Dynamik in einzelnen Marktsegmenten zu beobachten. „Noch ist es zu früh, um von einer Trendwende zu sprechen. Setzt sich diese Entwicklung jedoch fort, bestätigt sie unsere zu Jahresbeginn aufgestellte Prognose eines verlangsamten Preisanstiegs“, sagte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken. „Eine harte Korrektur am Wohnungsmarkt erwarten wir nach wie vor nicht. Angesichts der bereits hohen Preisniveaus zeugt ein Plus von 7,4 Prozent am deutschen Wohnungsmarkt weiterhin von einer dynamischen Entwicklung“, so Tolckmitt weiter.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

Impressum | Datenschutz © 1997-2018 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)
ANZEIGE