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Zukunftsfähige Straßenbeleuchtung ist vernetzt

(13.9.2019) LEDs sind heute in der Straßen- und Außenbeleuchtung Stand der Technik. Doch nur 20% der Lichtpunkte waren 2018 nach Angaben des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) auf LED-Technik umgerüstet und lediglich 35% steuerbar. Zugleich entwickelt sich derzeit die kommunale Beleuchtung zum Rückgrat der smarten Stadt.

Foto © licht.de 

Heute können Außenbeleuchtungen situations- und bedarfsgerecht aktiviert werden - zum Beispiel indem sie einschalten, wenn Personen oder Fahrzeuge auftauchen. Oder sie passen die Lichtintensität selbständig an das Umgebungslicht an. In Clustern zusammengefasst, lassen sich Lichtpunkte zudem aufeinander abgestimmt steuern. So können beispielsweise stadtgebietsweise Schaltvorgänge und Änderungen an Dimmprofilen oder Kalenderfunktionen vorgenommen werden.

Allein mit geregelten LED-Leuchten sparen Kommunen, Energieversorger und Unternehmen bereits bis zu 80% Strom im Vergleich zu veralteten Halogen-Metall­dampf­lampen. Für weitere Spareffekte sorgt eine vorausschauende, datenbasierte Wartung. Dabei werden Serviceleistungen u.a. in Form von Ferndiagnosen, Störungsüberwachung, Fernwartung und Software-Updates erbracht.

Neue Förderrunde gestartet

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) unterstützt Kommunen und Akteure beim Umstieg auf energieeffiziente LED-Beleuchtung mit Steuer- und Regelungstechnik. Das aktuelle Antragsfenster ist noch bis 30. September geöffnet. Gefördert werden die Umrüstung von Außen- und Straßenbeleuchtung auf hocheffiziente Beleuchtungstechnik in Kombination mit der Installation einer Re­ge­lungs- und Steuerungstechnik zur zonenweisen zeit- oder präsenzabhängigen Schaltung sowie für eine adaptive Nutzung der Beleuchtungsanlage.

Weitere smarte Komponenten machen Lichtpunkte zu Infrastrukturplattformen und bieten Advanced Services:

  • Kameras ermöglichen zusammen mit weiteren Sensoren ein besseres Verkehrsmanagement und gesteuertes Parken.
  • Von Sensordaten profitieren auch Verkehrsleitsysteme: Bahnen sich Staus oder erhöhte Feinstaubwerte an, wird der Verkehr entsprechend verlangsamt oder umgeleitet.
  • Lichtpunkte werden mit WLAN-Sendern ausgestattet und erhöhen die Konnektivität. Internet-Hotspots machen Städte für Bürger und Touristen attraktiver.

Für Akzeptanz sorgt eine konsequente Anonymisierung der gesammelten Daten in den Big-Data-Anwendungen einer Smart City.

Ein wichtiger Punkt für kommunale Entscheider ist die Zukunftsfähigkeit der Anlage, denn die durchschnittliche Standzeit einer Straßenleuchte liegt bei 30 Jahren. Aus diesem Grund sind Beleuchtungslösungen meist modular aufgebaut und erweiterungsfähig. Oft setzen Städte und Gemeinden zunächst kleinere Smart-Lighting-Projekte um und nutzen sie als Grundlage für den weiteren Transformationsprozess.

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