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Deutscher Lichtdesign-Preis 2020 hat 13 Gewinner, und Kardorff Ingenieure sind Lichtdesigner des Jahres

(21.9.2020) Während einer Online-Gala am 17. September verfolgten weit über 400 Teilnehmer die Ehrung der Gewinner des Deutschen Lichtdesign-Preises 2020. In elf Kategorien waren 35 Projekte aus 53 Wettbewerbseinreichungen nominiert. Außerdem wurden der Sonderpreis Tageslicht und der Nachwuchspreis verliehen. Den feierlichen Höhepunkt bot am Ende des digitalen Events die Würdigung des Lichtdesigners des Jahres. Mit dieser begehrten Auszeichnung darf sich das Berliner Büro Kardorff Ingenieure schmücken:

Foto © Deutscher Lichtdesign-Preis 

Neben dem Who is Who der Lichtplanung, das sich während des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Lichtdesign-Preis regelmäßig um die begehrte Auszeichnung bewirbt, gab es erfreulich viele Beteiligungen kleinerer Büros:

  • In der Kategorie „Büro / Verwaltung“ überzeugte Lightspere die Jury mit ihrer Beleuchtung des Büro- und Verwaltungsgebäudes „Zurich Innovation Center Givaudan“.
  • In der Kategorie „Außenbeleuchtung / Inszenierung Wahrzeichen“ siegte Planwerk mit seinem Projekt Stadtwerketurm Duisburg:

Foto © Daniel Tomczak, Duisburger Versorgungs-und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) 

Sabine de Schutter und ihr Team hatten mit einer Nominierung und einem Kategorie-Gewinn gleich mehrfach Grund zur Freude. Als Highlight wurde der in Berlin ansässigen gebürtigen Belgierin zusätzlich der Nachwuchspreis verliehen. Im Rennen dafür lagen fünf Büros mit je einem beispielhaft nominierten Projekt. Der ideelle Preis geht jedes Jahr an ein Büro, das zum Zeitpunkt der Wettbewerbseinreichung nicht länger als drei Jahre am Markt ist.


Foto © Andreas Meichsner
  

Foto © ECE

Der Sonderpreis Tageslicht wurde Lichtvision Design für die integrale Tages- und Kunstlichtplanung in dem Shopping-Center „Hallen am Borsigturm“ in Berlin Tegel verliehen. Durch innenarchitektonische Interventionen und eine Erneuerung der Beleuchtung wurde das Erscheinungsbild des 1898 ursprünglich als Produktionsstätte errichteten Gebäudes aufgewertet.

Transparente, an dem Glasdach aufgeklebte Farbfolien erzeugen bei Sonne farbige Felder, die im Tagesverlauf über Boden und Wände wandern und für die Besucher beeindruckende Blickfänge bilden. „Erst durch diese sorgsam gesetzte Farbe erhält der architektonische Raum die Aufenthaltsqualität und Spannung, die das Einkaufszentrum für die Besucher braucht,“ so das Jury-Urteil.

Die in den vergangen Jahren starken Kategorien „Verkehrsbauten“ und „Bildung“ fielen in diesem Jahr weg; dafür sind neue hinzugekommen. Das spiegelt die Dynamik der Branche und der Aufgaben der Lichtdesigner wider.

Mit hoch qualifizierten und äußerst vielfältigen Projekten nimmt das Segment Außenbeleuchtung / Inszenierung immer mehr Raum ein. Innerhalb einer neu etablierten Kategorie wird daher neben der lichttechnischen Inszenierung von Architektur im Außenraum nun auch die Beleuchtung von Wahrzeichen im urbanen oder landschaftlichen Kontext prämiert.

Kategorie „Projekte mit künstlerischem Hintergrund / International“: UNFLUENCER by FREITAG x Georg Lendorff (Foto © Claudio Grassi) 

Auch in der Kategorie „Internationales Projekt“ gab es eine besonders hohe Beteiligung mit dermaßen diversifizierten Projekten, dass die Jury die zusätzliche Kategorie „Projekte mit künstlerischem Hintergrund“ ins Leben gerufen hat. Auf nationaler Ebene wurde dieses Segment ebenfalls in den Auswahl-Katalog aufgenommen.

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