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ASUE und Green Chiller kooperieren für mehr Sorptionstechnik

(10.11.2020) Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) und der Verband für Sorptionskälte (Green Chiller) haben Anfang Oktober eine Kooperation gestartet, um die Stärken beider Verbände zu bündeln.

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich die ASUE für technische Systeme und Konzepte zur Erzeugung von Wärme, Strom und Kälte sowie für den ressourcenschonenden Einsatz von Erdgas und erneuerbaren Gasen. Neben Blockheizkraftwerken, Brennstoffzellen und Mikrogasturbinen zählen auch Gaswärmepumpen und Gaskältemaschinen dazu. Green Chiller agiert als Interessenvertretung der Hersteller und Anwender von sorptionstechnischen Anlagen.

Stoffchemie: Innere Energie kann heizen und kühlen

Sorptionsanlagen nutzen Effekte beim Trennen und Mischen von unterschiedlichen Stoffen aus. Auch Phasenübergänge, also der Wechsel von einem Aggregatzustand in den anderen, werden genutzt. Denn bei jeder Zustandsänderung wird sogenannte innere Energie aufgenommen bzw. abgegeben. Diese Energie kann genutzt werden. Anders als bei meist elektrisch angetriebenen Kompressionskältemaschinen können Sorptionsanlagen mit oftmals kostenlos verfügbarer Abwärme auf niedrigem Temperaturniveau angetrieben werden.

Beispiel: Absorption von Wasser in Lösung mit Lithium- und Bromidionen (Grafik © ASUE) 

In Zeiten des Klimawandels und der Verknappung der Ressourcen können Sorptionsanlagen eine wichtige Rolle bei der Energiewende übernehmen: Durch die Nutzung von Wärme als Antrieb wird ...

  • elektrische Energie eingespart und
  • Wärme nicht ungenutzt in die Umgebung abgegeben.

Durch das Nutzen von Synergien können Sorptionsanlagen die Wärmebilanz von Gebäuden, Unternehmen und produzierenden Anlagen deutlich optimieren.

Technologie und Netzwerk für mehr Umweltschutz

Gemeinsam verfolgen die neuen Kooperationspartner das Ziel, im Rahmen einer gleichrangigen Zusammenarbeit ihre Aktivitäten zu koordinieren, Synergien zu erschließen und den beidseitigen Erfolg in der Politik und im Markt zu erhöhen. Dabei wollen beide Verbände als technisch-wissenschaftliche Einrichtung unabhängig bleiben.

„Mit der ASUE als Partner erhalten wir Zugang zu einem erweiterten Feld von Ansprechpartnern, die wir mit unserem sehr technisch fokussierten Verband so nur schwer erreicht hätten.“, sagt Prof. Dr. Uli Jakob, Geschäftsführer von Green Chiller. „Gleichzeitig möchten wir die ASUE mit unserem Sorptions-KnowHow bei der Erstellung von öffentlich verfügbarem Material über diese faszinierende Technologie unterstützen.“

Jürgen Kukuk, Geschäftsführer der ASUE, ergänzt: „Die oftmals nicht leicht zu begreifende Sorptionstechnologie hat ein großes Potenzial, überall in der Umwelt und in Unternehmen vorhandene Energie für die Nutzung in Heizungs- und Klimatechnik zu heben. Mit der Kooperation erhoffen wir einen neuen Schub für diese hochinteressante Effizienztechnik.“

In einem ersten Schritt wollen die ASUE und Green Chiller gemeinsam eine Broschüre über die Sorptionstechnik herausbringen. Darin sollen die verschiedenen, marktverfügbaren Sorptionsverfahren mit ihren Anwendungsfällen erläutert werden und der Öffentlichkeit Hinweise gegeben werden, an welchen Stellen Potenziale für eine Steigerung der Effizienz zu finden sind.

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