Cemex-Beton beim Kirchenneubau in Nürnberg
(13.3.2026) Das 1960 eingeweihte Gebäude der neuapostolischen Kirche im Herzen der Nürnberger Altstadt und unmittelbar am Ufer der Pegnitz, entsprach nicht mehr den Anforderungen der heutigen Gemeindestruktur, war weder barrierefrei noch energetisch zeitgemäß. Das Kirchengebäude wurde daher rückgebaut und durch einen Neubau ersetzt. Für den Rohbau kamen rund 700 m³ Transportbeton von Cemex in den Druckfestigkeitsklassen C25/30 bis C35/45 zum Einsatz.
Innenraum neu gedacht
Der Innenraum der neuen Kirche präsentiert sich grundlegend anders als im Vorgängerbau. Der Kirchensaal liegt nun im Erdgeschoss und nicht mehr auf der oberen Ebene. Die Zahl der Sitzplätze wurde auf rund 300 reduziert – bei Bedarf lässt sich die Kapazität jedoch erweitern, da die Trennwände zu zwei angrenzenden Mehrzweckräumen flexibel entnommen werden können. Energetisch entspricht der Ersatzneubau dem aktuellen Stand der Technik; zudem ist das Gebäude konsequent barrierefrei gestaltet.
Archäologische Funde verzögerten den Baufortschritt
Die Kirche steht an einem historisch bedeutsamen Ort – wodurch der Bau des Projektes sich um ca. 12 Monate verzögerte. Nach dem Abriss des Vorgängerbaus kamen bei den Gründungsarbeiten archäologisch wertvolle Überreste mehrerer Epochen zutage. Die ältesten Spuren reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück: Ein weitläufiges Patrizierhaus aus jener Zeit war sogar mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Ab dem 16. Jahrhundert lässt sich an gleicher Stelle ein farbenfroh gestaltetes Wirtshaus nachweisen. Ab 1818 stand an gleicher Stelle anschließend ein Gasthaus unter dem Namen „Zum Bayerischen Hof”.
Individuell abgestimmte Betonrezeptur
Der Beton von Cemex wurde von der Wengertsmann Bau GmbH für Fundamente, Bodenplatte und Wände der neuen Kirche eingesetzt. Um die Verarbeitbarkeit zu optimieren, stellten die Experten von Cemex die Rezeptur individuell ein und überwachten Beschaffenheit sowie Konsistenz sowohl im Werk als auch auf der Baustelle. Für eine leichtere Verdichtbarkeit wurde eine Sieblinie mit einem Größtkorn von 16 mm gewählt. Da die Betonage im Juli bei hochsommerlichen Temperaturen stattfand, setzten die Experten außerdem einen Verzögerer ein, um die Hydratation zu verlangsamen und die Wärmeentwicklung zu reduzieren. An der Stirnseite des Kirchenschiffs entstand aus 60 m³ Transportbeton C35/45 eine 13 m hohe und 15 m breite Wand in durchgehender Betonage.
Logistische Herausforderung Altstadt
Für eine punktgenaue Betonlieferung im 30-Minuten-Takt holte Cemex eine Sondergenehmigung ein, die es den Vierachsern erlaubte, durch das Hallertor in die Nürnberger Altstadt einzufahren. Disponenten und Fahrer sorgten so für einen reibungslosen Baustellenbetrieb.
Einweihung im Dezember
Ende November vergangenen Jahres wurde der Neubau im kleinen Rahmen geweiht. Am 6. Dezember folgte ein feierlicher Festakt zur Kirchenweihe, zu dem rund 270 Gäste erschienen – darunter Vertreter der Kirchenleitung, der Stadt Nürnberg und des Arbeitskreises Christlicher Kirchen (ACK) sowie die verantwortlichen Architekten und weitere am Bau Beteiligte.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
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siehe zudem:
- Betonbau bei BAULINKS.de
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