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NIWIS: Niedrigwasserinformationssystem geht online

(15.07.2026) Am 15. Juli 2026 hat Bundesumweltminister Carsten Schneider gemeinsam mit Dirk Schwardmann (Präsident der Bundesanstalt für Gewässerkunde, BfG) und der Umweltbürgermeisterin von Würzburg, Dr. Sandra Vorlová, das Niedrigwasserinformationssystem gestartet.

Niedrigwassersituationen treten zunehmend häufiger und intensiver auf. Bislang lagen entsprechende Informationen lediglich regional und uneinheitlich vor. Die zentrale Informationsplattform NIWIS soll hier ansetzen und Daten tagesaktuell aus Bund und Ländern zusammenführen und die Niedrigwasserlage an Flüssen und für das Grundwasser bundesweit einheitlich und vergleichbar bereitstellen.

Bundesumweltminister Carsten Schneider (c) BMUKN, Peter-Paul Weile 

Die neue Plattform ermöglicht nun einen bundesweit einheitlichen und methodisch konsistenten Überblick über die aktuelle Niedrigwassersituation sowie fundierte Hintergrundinformationen. Behörden, Kommunen, Unternehmen sowie interessierte Bürger können sich über das Niedrigwassergeschehen in ihrer Region informieren, dessen Ausprägung besser einschätzen und geeignete Vorsorgemaßnahmen planen und langfristige Anpassungsstrategien entwickeln.

Einzelne Funktionen von NIWIS

  • Zentrale Datenplattform: Sammelt aktuelle Daten von Wasserständen und Abflüssen, Grundwasserständen und Quellschüttungen, Bodenfeuchte und Niederschlagswerten sowie abgeleiteten Kenngrößen
  • Einheitliche Klassifizierung und Einordnung: Bewertung des Niedrigwasserzustands (normal, niedrig, sehr niedrig, extrem niedrig) für alle Messstellen und Einordnung in den hydrologischen Kontext
  • Interaktive Darstellung: Visualisierung per Karte mit Auswahl einzelner Stationen oder Regionen, Diagramme und Vergleiche mit unterschiedlichen Kenngrößen
  • Hintergrund und Grundlagen: Erläuterungen für einen leichten Einstieg und vertiefte Informationen
  • Offene API: Offene Programmierschnittstelle für Behörden, Unternehmen und Wissenschaft

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Der Klimawandel setzt unsere Wasserressourcen immer stärker unter Druck. Niedrige Pegelstände in Flüssen und im Grundwasser sowie ausgetrocknete Böden sind längst keine Ausnahme mehr. Deshalb müssen wir Wasserknappheit früher erkennen und besser vorsorgen. Genau dafür schaffen wir mit NIWIS eine bundesweite Informationsgrundlage, damit Länder, Kommunen und Wasserwirtschaft rechtzeitig handeln können.

Genauso wichtig ist, Wasser wieder länger in der Landschaft zu halten. Moore, Auen, Wälder und gesunde Böden sind unsere natürlichen Wasserspeicher. Sie sichern Wasser für Trockenzeiten und helfen zugleich, die Folgen von Hitze, Dürre und Starkregen abzumildern. Mit der Nationalen Wasserstrategie und dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz investieren wir deshalb in den besten Wasserschutz, den wir haben: eine intakte Natur.”

Dirk Schwardmann, Präsident der Bundesanstalt für Gewässerkunde: „Mit NIWIS stellen wir ein bundesweites Informations- und Beratungstool bereit, das die Niedrigwasserlage in Flüssen, Grundwasser und Boden zusammenhängend im Blick behält. Es richtet sich sowohl an interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch an Fachexpertinnen und Fachexperten. Damit können wir erstmals einheitlich, überregional und fachlich objektiv einschätzen, wie sich Niedrigwasser auswirkt – und darauf aufbauend können mögliche Anpassungsstrategien entwickelt werden.”

Dr. Sandra Vorlová, 2. Bürgermeisterin und Leiterin des Umwelt- und Klimareferats der Stadt Würzburg: „Würzburg und die gesamte Region Unterfranken zählen zu den trockensten Regionen in Bayern. Durch den Klimawandel sind diese Dürre- und Hitzeperioden noch extremer geworden. Als Stadtverwaltung müssen wir unser Handeln also daran anpassen. Mit dem NIWIS steht uns nun genau dafür eine Plattform zur Verfügung, die die nötigen Grundlagen liefert: belastbare und vergleichbare aktuelle Daten zur Niedrigwassersituation. Und das mit nur einem Klick.”

Das Datenportal NIWIS wurde im Rahmen der Nationalen Wasserstrategie auf Initiative des Bundesumweltministeriums (BMUKN) in Zusammenarbeit mit den Ländern sowie dem Bundesverkehrsministerium bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) entwickelt. 

 

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