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Indach: Komplettsanierung macht Einfamilienhaus zum Energieerzeuger

(03.08.2026) Die energetische Dachsanierung eines Einfamilienhauses in Franken zeigt, wie sich Photovoltaik ohne aufgesetzte Module in die Gebäudehülle integrieren lässt. Gemeinsam mit der Zimmerei Kamleiter aus Schillingsfürst entschied sich der Bauherr für das dachintegrierte Solarsystem „Sunskin Roof Lap” von Swisspearl. Das Ergebnis ist eine nahezu flächenebene Dachbekleidung, bei der PV-Module und Faserzementplatten optisch miteinander verschmelzen.

Durch die Kombination von PV-Modulen und Faserzementplatten entstand eine nahezu flächenebene Dachfläche mit durchlaufenden Fugen. (Bild: Swisspearl) 

Erste Verarbeitung mit Montageschulung

Für die Zimmerei Kamleiter war es das erste Projekt mit dem System. Daher nutzte das Unternehmen aus Schillingsfürst das Angebot einer Montageschulung direkt auf der Baustelle. Zimmerermeister Max Kamleiter berichtet: „Wir haben das System von Swisspearl zum ersten Mal verarbeitet und daher das Angebot einer Montageschulung auf der Baustelle in Anspruch genommen.”

Innerhalb von vier Tagen montierten drei Mitarbeiter das System auf insgesamt 180 m² Dachfläche. Davon entfielen 104 m² auf Photovoltaikmodule, die restlichen Flächen wurden mit den farblich abgestimmten Faserzementplatten „Swisspearl Aura” eingedeckt. Die PV-Module besitzen dieselben Formate wie die ergänzenden Dachplatten und werden mit einer Überlappung von 50 mm verlegt. Vertikale und horizontale Fugen verlaufen durchgängig, wodurch eine ruhige Dachansicht entsteht.

Die Montage beginnt unterhalb des Firsts. Die Module werden in vormontierte Halter eingehängt und über ein standardisiertes MC4-Stecksystem verbunden. (Bild: Swisspearl) 

Hinterlüftung für höhere Effizienz

Vor der Montage erhielt das Dach eine Aufsparrendämmung aus PUR mit aufkaschierter Unterdachbahn. Eine 80 mm hohe Konterlattung sorgt für die Hinterlüftung der Konstruktion. Dadurch werden die Module im Sommer passiv gekühlt, was den Wirkungsgrad verbessert. Für die Aufnahme der Modulhalter wurde auf der Konterlattung eine zusätzliche Lattung montiert. Die erforderliche Überlappungshöhe entsteht durch zwei übereinanderliegende Dachlatten.

Vorteil bei Dachsanierungen

Nach Einschätzung von Max Kamleiter zählt insbesondere das geringe Gewicht des Systems zu dessen Vorteilen: „Ein großer Vorteil des Systems ist ganz klar sein geringes Gewicht.” Da Dachdeckung und Photovoltaik eine gemeinsame Konstruktion bilden, entfällt die zusätzliche Unterkonstruktion klassischer Aufdachanlagen. Das reduziert die Dachlast und erleichtert den Einsatz auf älteren Dachstühlen oder bei Sanierungen mit zusätzlicher Wärmedämmung. Den zusätzlichen Montageaufwand schätzt Kamleiter auf lediglich rund zehn Prozent gegenüber einer konventionellen Dacheindeckung. „Gesellen, denen man einmal gezeigt hat, wie montiert wird, wissen danach zuverlässig, wie sie arbeiten müssen.”

Spezielle Befestigungslösungen ermöglichen die Kombination farbiger PV-Module mit Faserzementplatten. (Bild: Swisspearl) 

Flexible Planung durch drei Modulgrößen

Das System eignet sich insbesondere für Dächer mit wenigen Dachaufbauten, da dort große zusammenhängende Modulflächen entstehen. Für komplexere Dachgeometrien stehen sowohl PV-Module als auch Ergänzungsplatten in drei Formaten zur Verfügung. Auf der Dachseite mit einer Gaube konnten dennoch rund 70 der insgesamt 90 m² mit Photovoltaik belegt werden. Kamleiter erläutert: „Es entstand also eine große Anlage mit einer Jahresnennleistung von bis zu 20.000 kWh.”

„Sunskin Roof Lap” wird neben Schwarz auch in Grau, Braun und Ziegelrot angeboten. Passende Ergänzungsplatten aus Faserzement ermöglichen ein einheitliches Erscheinungsbild. Dadurch lässt sich die Sichtbarkeit der Photovoltaikanlage insbesondere bei architektonisch sensiblen Gebäuden oder denkmalnahen Bereichen reduzieren. Die farbigen Module verfügen serienmäßig über satiniertes, reflexionsarmes Glas. Die schwarze Variante ist wahlweise auch mit Standardglas erhältlich.

Glas-Glas-Module und TOPCon-Technologie

Die integrierten Module eignen sich für Dachneigungen zwischen 15° und 60°. Sie besitzen einen Glas-Glas-Aufbau mit 3,2 mm starkem Sicherheitsglas und monokristallinen TOPCon-Halbzellen. Je nach Standort und Dachausrichtung nennt Swisspearl Energieerträge von bis zu 900 kWh/kWp pro Jahr. Sämtliche Komponenten werden nach Unternehmensangaben in Europa produziert.

Weitere Informationen können per E-Mail an Swisspearl angefordert werden.

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