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Bridge-Fix: Bemessung von Brücken­kappen­veran­kerungen

(10.09.2026) Die Planung von Brücken­kappen­verankerungen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im konstruktiven Ingenieurbau. Neben Wind- und Anpralllasten müssen Ingenieure auch Temperaturbeanspruchungen, Kriechen und Schwinden des Betons berücksichtigen. Mit Bridge-Fix stellt Fischer nun das erste vollständig webbasierte Bemessungstool für Brücken­kappen­verankerungen in Deutschland vor. Die Anwendung ist Teil des FiXperience-Portfolios und soll bisherige Excel-basierte Prozesse ablösen. 

Mit Bridge-Fix können Ingenieure normgerechte Bemessungsnachweise für Brückenkappenverankerungen direkt im Browser erstellen. (Bild: Fischer) 

Browserbasiert statt Excel-Dateien

Bislang erfolgte die Bemessung von Brückenkappenankern häufig über schreibgeschützte Excel-Dateien mit Gerätebindung, manuellen Freischaltungen und jährlichen Autorisierungen. Bridge-Fix arbeitet vollständig browserbasiert und ermöglicht den Zugriff von jedem Endgerät ohne Installation oder Softwareupdates. Der Zugang erfolgt per Self-Service. Die Anwendung bildet den vollständigen Bemessungsumfang für Brücken­kappen­verankerungen nach aktuellem Normenstand ab und stellt sämtliche Berechnungs­grundlagen zentral und automatisch aktualisiert bereit. 

Direkte und indirekte Einwirkungen berücksichtigt

Das Tool berücksichtigt sämtliche relevanten Lastfälle und Einwirkungen auf Brücken­kappen­verankerungen. Dazu zählen direkte Einwirkungen wie Wind- und Anpralllasten ebenso wie indirekte Einflüsse durch Temperaturänderungen, Kriechen und Schwinden des Betons. Die Berechnungen erfolgen auf Grundlage der DIN EN 1992-4 beziehungsweise gültiger ETA-Zulassungen sowie weiterer relevanter europäischer Normen und Zulassungen für Zug- und Querzugbeanspruchungen. Darüber hinaus fließen Vorgaben aus der DIN EN 1991-2, DIN EN 1991-1-4 und DIN EN 1991-1-5 in die Bemessung ein. 

Bridge-Fix berücksichtigt sämtliche relevanten Einwirkungen auf Brückenkappenverankerungen – von Wind- und Anpralllasten bis hin zu Temperaturbeanspruchungen sowie Kriechen und Schwinden des Betons. (Bild: Fischer) 

Integrierte Befestigungssysteme

In Bridge-Fix integriert sind die gängigen Fischer Verbundankersysteme für die Verankerung von Brückenkappen in Alt- und Neubeton. Dazu zählen die Verbunddübel:

  • FIS V Plus
  • FIS EM Plus
  • FIS SB
  • FIS RC II

Darüber hinaus unterstützt die Software die Bemessung der Beton-Beton-Schubverbinder Fischer Concrete Connector FCC-H und FCC-A in Verbindung mit Injektionsmörteln. Anwender erhalten vollständige Bemessungsnachweise inklusive Berichtsausgabe und Dokumentation. Normen, Zulassungen und Berechnungsgrundlagen werden zentral gepflegt und automatisch aktualisiert. 

Digitalisierung komplexer Berechnungsprozesse

Die Lösung richtet sich insbesondere an Ingenieurbüros, Tragwerksplaner im Infrastruktur- und Brückenbau, Straßenbauverwaltungen sowie Bauunternehmen mit eigener Planungsabteilung. Auch Hochschulen und Lehrende im konstruktiven Ingenieurbau sollen von der webbasierten Anwendung profitieren.

Dr. Erik Johannes Stehle, Head of Development FiXperience bei Fischer, erklärt: „Mit dem neuen FiXperience-Modul Bridge-Fix digitalisieren wir einen bislang von Excel-Lösungen geprägten Bemessungsprozess. Anwender erhalten eine jederzeit verfügbare, normgerechte und transparente Lösung für die Planung von Brücken­kappen­verankerungen.” Weiter führt er aus: „Damit setzen wir einen Meilenstein bei der Digitalisierung von Planungs- und Bemessungsprozessen im konstruktiven Ingenieurbau.” 

Hohe Anforderungen im Brückenbau

Brückenkappen übernehmen als seitliche Begrenzung der Fahrbahn sicherheitsrelevante Aufgaben bei der Verkehrsführung, Absturzsicherung sowie der Befestigung von Lärm- und Windschutzwänden. Die Berechnung der Ankerverbindungen gilt als besonders komplex, da zahlreiche Einflussgrößen wie Ankersteifigkeiten, Kappenquerschnitte, Brückenlängen sowie Zeit- und Materialparameter berücksichtigt werden müssen.

Mit Bridge-Fix steht Ingenieuren künftig eine digitale Lösung zur Verfügung, die diese Berechnungsanforderungen strukturiert abbildet und die normgerechte Auslegung von Brücke­nkappen­verankerungen unterstützt.

Weitere Informationen können per E-Mail an Fischer angefordert werden.

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