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Feco stellt neue Produktionshalle für Holzverarbeitung vor

(14.10.2026) Im Rahmen der Zukunftsausrichtung der Feco-Gruppe mit modernisiertem Fertigungslayout und erneuertem Maschinenpark, entstand auf dem Nachbargrundstück eine neue Produktionshalle mit rund 5.000 m² Nutzfläche; entworfen vom  Karlsruher Büro M_Architekten. Der 60 × 75 m große Industriebau basiert auf einem quadratischen Grundraster und verbindet funktionale Architektur mit Digitalisierung und einem ganzheitlich geplanten Energiekonzept.

Die Fertigungsstätte verbindet Architektur, Digitalisierung und Klimaschutz. (Bild: Nikolay Kazakov, Karlsruhe) 

Geteilt in zwei Produktionsbereiche mit jeweils 30 m Spannweite beherbergt die Gesamtstruktur in versetzt angeordneten Ebenen das Meisterbüro, Pausen- und Sozialräume, maschinelle Ausstattung sowie Lager- und Technikflächen. Den Projektbeteiligten war es dabei wichtig, Maschinen, technische Anlagen und Installationen frühzeitig in die Planung zu integrieren und bewusst als Teil der architektonischen Ordnung sichtbar zu machen.

Grundriss leer mit Achsen. (Bild: Feco-Feederle GmbH, M_Architekten Karlsruhe) 

Die Konstruktion besteht aufgrund der Einstufung als feuergefährdete Betriebsstätte aus Stahlbetonfertigteilen. Der industrielle Charakter der Fassade wird durch Porenbetonplatten, Holz-Aluminium-Fensterbänder, Sektionaltore und semitransparentes Profilglas gezielt betont. In der Dachfläche sorgen versetzt angeordnete Oberlichtbänder neben Rauch- und Wärmeabzug im Brandfall, auch für eine gleichmäßige, blendfreie natürliche Belichtung und Belüftung. Installationen und Versorgungsleitungen befinden sich innerhalb der Binderebene, wodurch ein 5,26 m hoher freier Hallenquerschnitt entsteht.

Blick in die Halle. (Bild: Nikolay Kazakov, Karlsruhe) 

Das Energiekonzept

Eine PV-Anlage aus 832 Solarmodulen versorgt mit 350 kWp auf der gesamten Dachfläche die Produktionshalle sowie angrenzende Gebäude mit Solarstrom, wobei die Anlage nach Angaben des Unternehmens im Sommerhalbjahr den Energiebedarf nahezu vollständig selbst abdecken kann. Produktionsabfälle und Holzreste werden thermisch verwertet, beheizen die neue Halle und speisen in ein eigens entwickeltes Nahwärmenetz für umliegende Gebäude ein.

Axonometrie. (Bild: Feco-Feederle GmbH, M_Architekten Karlsruhe) 

Zusätzlich sorgt eine intelligente, tageslicht- und präsenzgesteuerte LED-Beleuchtung für optimierte Verbrauchswerte und die Wärmerückgewinnungs-Einrichtungen der technischen Anlagen gewährleisten ein hohe Energieeffizienz.

CNC-gesteuerter Maschinenpark

Die Produktionshalle fertigt Wandpaneele, Akustikelemente, Verglasungsrahmen, Türen und Schrankeinheiten aus Holz und Holzwerkstoffen sowie teilweise Gips, wofür die Absauganlage speziell mit Weichen zur getrennten Erfassung der Materialspäne ausgestattet wurde. Sie speist ein 500 m³ großes Spänesilo für die Holzheizung mit 550 kW, welche das Nahwärmenetz versorgt.

Eine Systemwand schirmt akustisch die Handarbeitsplätze von den maschinellen Einrichtungen ab.
(Bild: Nikolay Kazakov, Karlsruhe)
 

Die Ausstattung beherbergt unter anderem eine automatische Robotersäge mit Flächenlager, ein 4-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum, eine Durchlaufpresse, Furniermaschinen, eine Kantenanlage sowie Schleif- und Lackieranlagen. Eine weitere Besonderheit ist die Kombination aus handwerklicher und industrieller Fertigung für Losgrößen von einem bis zu tausend Stück.

Glas-Systemwände verbinden Sozialraum und Büro mit der Produktion. (Bild: Nikolay Kazakov, Karlsruhe) 

Kleinmaschinen für besonders große Werkstücke sowie Handarbeitsplätze und die Integration von Räumlichkeiten für die eigene Schreinerausbildung runden das Projekt ab und geben Raum für die Zukunft.

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