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Themenmarathon bestimmte die Jahrestagung 2004 des Arbeitskreises Baufachpresse in Amsterdam

(12.10.2004) Infrastruktur, Architektur und Stadterneuerung. Diese Schwerpunkte prägten die Jahrestagung 2004 der im Arbeitskreis Baufachpresse zusammengeschlossenen internationalen Fachjournalisten. Gastgeberstadt war in diesem Jahr Amsterdam.

Die eigene Jahrestagung ist regelmäßig ein ganz besonderer Termin im überwiegend gut gefüllten Kalender der Mitglieder des Arbeitskreises Baufachpresse. Denn neben einem attraktiven Fachprogramm bietet das Treffen die beste Gelegenheit zum Austausch unter Kollegen und zur Festigung des bestehenden Netzwerkes, von dem die über 200 im Arbeitskreis vereinten Journalisten, Publizisten, PR-Fachleute sowie Vertreter von Pressestellen und Verbänden profitieren.

Vom Mercure Hotel Amsterdam aan de Amstel aus, wurden in der Zeit vom 7. bis 10. Oktober verschiedenste interessante Ziele angesteuert.


Die Betuweroute verbindet den Rotterdammer Hafen durch eine Bahnlinie mit der deutschen Grenze

Nach einem festlichen Entree, den Empfang der Stadt Amsterdam in der Zuiderkerk im Herzen von Amsterdam am Donnerstagabend, bot speziell der Freitag ein dicht gespicktes Programm für verschiedene Interessenlagen. Während der Vormittag mit dem Besuch unterschiedlicher Streckenabschnitte und Bauwerke der Betuweroute ausschließlich dem Thema Infrastruktur gewidmet war, prägten attraktive Architektur, Städtebau und Stadterneuerung den Nachmittag. Wahlweise wurde parallel auch über Gewerbe und Wohnungsbau oder wiederum infrastrukturelle Maßnahmen informiert. Die besuchten Projekte in Rotterdam und Amsterdam vermittelten stellvertretend ein Bild für das momentane Baugeschehen in den Niederlanden.

Das Exkursionsprogramm des Tages rundeten am Abend zwei interessante Vorträge der Hochtief Construction AG ab, in deren Mittelpunkt das erforderliche Know-how und die technische Leistung für den Tunnel der Zukunft, die Möglichkeiten der strategischen Ausrichtung eines Baukonzerns sowie innovative Ideen zur Vertragsgestaltung standen (siehe auch: "'Pre Fair' verspricht ein Ende des Preiskriegs auf den Baustellen")

Hohe Erwartungen knüpften sich an das Forum am Samstagvormittag, das unter der Überschrift "Perspektiven europäischer Verkehrspolitik" stand. Ein Thema voll im Trend, denn das Jahr 2004 gilt als ein wesentliches in der Weichenstellung der europäischen Verkehrspolitik. Unter anderem steht die Wahl eines neuen Verkehrskommisars an. Die Gastgeber von Siemens Nederland N.V. präsentierten eingangs Stand und Entwicklung der niederländischen Transrapid-Projekte. Fazit: Jene sind, trotz Verzögerungen durch diverse Regierungswechsel, bereits weit vorangekommen. Planungs- und Genehmigungsfortschritt zum Transrapid heben sich, weil eindeutige Nutzenfaktoren als Entscheidungskriterium dominieren, deutlich von der zögerlichen Herangehensweise in Deutschland ab. Im Gastgeberland der diesjährigen Arbeitskreistagung jedenfalls deutet alles darauf hin, dass die Transrapidtechnik nicht mehr lange allein China vorbehalten sein wird, sondern dass eine Umsetzung angestrebt ist, während im deutschen Mutterland dieser Technologie massive Bedenken ein eindeutig positives Votum bisher verhinderten.


Die rote Transrapid-Route "Rondje Randstad" soll den Verkehrsinfarkt im wirtschaftlichen Herzen der Niederlande verhindern, und die orange "Zuiderzeelijn" will die Reisezeit für die Strecke Groningen-Schipol von 2¾ Stunden auf 54 Minuten reduzieren.

Eine hervorragende Arbeitsbasis für alle an großen Infrastrukturprojekten interessierten Journalisten lieferte Senatsrat Mag. Otto Schwetz, Geschäftsführer der TINA Vienna (TINA = Transports Infrastructure Needs Assessment) mit seinem Referat über die bedeutendsten künftigen Infrastrukturkorridore Europas. Die ambitionierten Planungen der neuen bedarfsgerechten Transportwege verlangen nicht nur nach einem umfassenden physischen Netzwerk. Ein angepasstes Servicenetzwerk ist ebenso notwendig, soll das Ziel der nachhaltigen Stärkung der Verkehrswirtschaft erreicht werden. Auch Informationen über den gesetzten Zeitrahmen der Fertigstellung der geplanten Korridore sowie in deren Fortsetzung über die Anbindung von Schlüsselstrecken bis in den asiatischen Raum hinein, blieb Schwetz nicht schuldig. Sein Referat wird einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es hat ihn auf lange Sicht zu einem gefragten Gesprächs- und Recherchepartner für die Arbeitskreismitglieder werden lassen.

Übrigens: Auch in diesem Jahr wurde der AK Baufachpresse zur Durchführung der Jahrestagung wieder von engagierten Sponsoren unterstützt.

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