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SOKA-BAU: Konjunkturdämpfer zu Jahresbeginn

(11.3.2018) Die Auswertung der an die SOKA-BAU übermittelten Beitragsmeldungen hat ergeben, dass das effektive Arbeitsvolumen im Januar saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat kräftig gesunken ist - nämlich um 3,1%. Dies war der erste Rückgang seit dem Oktober 2017. Auch die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer (-0,4%) sowie die Bruttolohnsumme (–0,1%) gingen zurück.

Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer und Arbeitsstunden gewerblicher Arbeitnehmer (saisonbereinigt)

Die Arbeitsleistung sank dabei trotz der relativ günstigen Witterung: Nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) waren die Temperaturen im Januar deutlich milder als üblich und einige Regionen sogar vollständig frostfrei. Auch haben die gestiegenen Auftragseingänge offenbar noch nicht zu einer Konjunkturbelebung geführt: Im Dezember waren die (volumenmäßigen) Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe erneut deutlich gegenüber dem Vormonat gestiegen (+16,8%). Nach Aussage des Statistischen Bundesamtes waren dafür aber auch viele Großaufträge verantwortlich, so dass die konjunkturelle Grundtendenz wohlmöglich überzeichnet wird - siehe auch Bauletter vom 22.2.2018: 2017 ziemlich viele Aufträge.

Belastung durch Immobilienkredite auf höchstem Niveau seit 2014

Unabhängig von den zuletzt registrierten Auftragseingängen haben sich die mittelfristigen Aussichten für die Bauwirtschaft in den vergangenen Wochen etwas eingetrübt: So sind die Zinsen für neue Hypothekenkredite im Januar bereits leicht gestiegen. Durch den bereits erfolgten weiteren Anstieg der Kapitalmarktzinsen ist auch ein weiterer Anstieg der Kreditzinsen vorgezeichnet. Damit dürfte die Belastung der privaten Haushalte durch Immobilienkredite - die nach Berechnungen der Bundesbank bereits das höchste Niveau seit 2014 erreicht hat - weiter zunehmen.

Andererseits haben sich die Aussichten für den Wirtschaftsbau weiter verbessert: Die Kapazitätsauslastung im Verarbeitenden Gewerbe ist erneut gestiegen, Kapazitätsengpässe der Unternehmen machen weitere Investitionen in Wirtschaftsbauten notwendig. Auch ist der Leerstand bei Büroimmobilien im vergangenen Jahr nach Angaben der Bundesbank weiter gesunken.

Der Investitionshochlauf des Bundes sorgt auch in diesem Jahr für positive Impulse im öffentlichen Bau, erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch die von der  Großen Koalition geplante Verstetigung der Haushaltsmittel im Infrastrukturbereich.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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