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vdp-Spotlight: Anstieg von Wohnimmobilienfinanzierungen um 10%

vdp-Spotlight
  

(5.7.2021) Das Finanzierungsvolumen für Wohnimmobilien kletterte im vergangenen Jahr in Deutschland auf 250,1 Mrd. Euro - das entspricht einem Plus von 10,1% im Vergleich zu 2019 (227,1 Mrd. Euro). Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) durchgeführte Auswertung der Angaben der Kredit- und Versicherungswirtschaftsverbände und der Deutschen Bundesbank. Im ersten Quartal 2021 erreichte das Volumen finanzierter Wohnimmobilien sogar einen Wert von 65,7 Mrd. Euro - 12,7% mehr als im Vorjahresquartal (58,3 Mrd. Euro).

Anders lief es bei den Finanzierungen von Gewerbeimmobilien: Diese haben sich 2020 auf nur 57,4 Mrd. Euro summiert - das Volumen lag damit 17,5% unterhalb des Vorjahreswertes von 69,6 Mrd. Euro und ist zuletzt 2012 geringer ausgefallen. Die Entwicklung spiegelt die geringere Kreditnachfrage im Zuge der durch die COVID-19-Pandemie aufgetretenen Unsicherheit und die nachhaltige Kreditvergabepraxis der Finanzierung wider. Dass der Rückgang nur temporär gewesen ist, unterstreicht die Marktbelebung im ersten Quartal 2021, in dem Auszahlungen für Gewerbeimmobiliendarlehen in Höhe von rund 18 Mrd. Euro verzeichnet worden sind - mehr als der Durchschnitt der vergangenen zwölf Quartale.

Bau- und Transaktionsvolumen sowie Finanzierungsmittel für Wohnimmobilien in Deutschland 1990 - 2020

„Immobilienfinanzierungsmarkt intakt und stabil“

„Der Immobilienfinanzierungsmarkt in Deutschland präsentiert sich auch während der COVID-19-Pandemie intakt und stabil“, betont vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Bemerkenswert sei die enge Korrelation zwischen Kreditvergabe sowie Bau- und Transaktionsvolumen: Sowohl auf dem Wohn- als auch auf dem Gewerbeimmobilienmarkt würden die Darlehensauszahlungen sowie die Bau- und Transaktionsvolumina mit +10,1% und +8,1% (Wohnen) bzw. mit -17,5% und -13,3% (Gewerbe) recht ähnliche Entwicklungen aufweisen. Dies zeige, dass die Kreditzusagen der Immobilienfinanzierer nicht der Aufweichung der Vergabestandards geschuldet seien, sondern allein der Nachfrage nach Immobilien folgen, erklärte Herr Tolckmitt abschließend.

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